Bergen, der Ausgangshafen zu Norwegens Fjordküste, begrenzt die Zahl der Kreuzfahrtschiffe, die gleichzeitig im Hafen anlegen dürfen. Kleine oder populäre Küstenstädte sind besonders hohen Belastungen ausgesetzt, wenn mehrere Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig im Hafen vor Anker gehen und Tausende von Touristen die Altstadt bevölkern. So auch in Bergen: Die historische Altstadt mit dem von der UNESCO geschützten Hanse-Viertel Bryggen ist überschaubar und wird im Sommer regelmässig von Kreuzfahrttouristen besucht.
Erst vor einem Jahr hatten sich Stadtrat, Hafen und Tourismusbehörden darauf geeinigt, dass täglich maximal vier Schiffe mit insgesamt 9000 Passagieren anlegen dürfen. Künftig werden nur noch drei Schiffe mit insgesamt 8000 Gästen erlaubt sein. Der Stadtrat habe kürzlich einen entsprechenden Beschluss gefasst und auch eine Gesetzesänderung sei geplant, bestätigte eine Sprecherin von Visit Norway unter Berufung auf Angaben des Hafens in Bergen. Die neue Regel werde bereits im Sommer 2019 gelten.
Bergen wird nicht die einzige Behörde bleiben, die Anlaufbewilligungen deckelt. Unter anderem wird auch Dubrovnik in Kroatien ab 2019 die Zahl der Kreuzfahrtschiff-Anläufe auf zwei Schiffe und 5000 Besucherinnen und Besucher pro Tag beschränken. In Städten wie Valetta, Barcelona, Havanna oder der Insel Santorini regt sich ebenfalls zunehmend Widerstand gegen den Kreuzfahrttourismus. (ET)








