
Die SBB erarbeitet ein neues Konzept für ihre Reisezentren. Vorgesehen ist eine offene Beratungs- und Verkaufsfläche, die mehr Interaktion zwischen Kunden und Mitarbeitenden ermöglichen soll. Die SBB arbeitet dazu eng mit Testkunden und weiteren Interessengruppen zusammen, heisst es seitens der Bahn. Die Reisezentren Zürich Flughafen, Zürich HB und Lausanne werden in den nächsten Jahren vollständig neu gebaut. In diesen soll das sich laufend anpassende Konzept bereits umgesetzt werden.
«Während früher die Kundinnen und Kunden am Schalter hauptsächlich Billette kauften, wünschen sie heute vermehrt Beratung und Betreuung über die gesamte Mobilitätskette», heisst es bei der SBB. «Immer mehr Reisende kaufen Billette auf Selbstbedienungskanälen, die digitalen Kanäle wachsen stark.» Daneben setze die SBB auch in Zukunft auf die persönliche Beratung und investiere weiterhin in alle Vertriebskanäle.
Eine Wiederaufnahme des stationären Reisebürobetriebs (der 2015 abgeschafft wurde) sei jedoch nicht geplant, teilt die SBB auf Anfrage mit. «In unseren Reisezentren konzentrieren wir uns auf Beratung und Verkauf von Billetten, Reservierungen und Dienstleistungen rund um den Bahnverkehr in der Schweiz und Europa. Hotelübernachtungen können auf sbb.ch gebucht werden.»
Modernisierungen 2019
Insgesamt hat die SBB in den letzten Jahren im Durchschnitt pro Jahr rund CHF 7,5 Mio. in die Modernisierung der Reisezentren investiert. 2019 wurden bereits in Küsnacht ZH, Langenthal und Genf Balexert umgebaute Reisezentren eröffnet. Weitere Modernisierungen folgen in Baden, Biasca, Dübendorf, Fribourg, Locarno-Muralto, Schlieren und Vevey. Im Zusammenhang mit dem Projekt Léman Express wird ausserdem Ende 2019 ein neues Reisezentrum in Genève-Eaux-Vives eröffnet. (TI)








