Dies geschah im Jahr 1952 durch das Ehepaar Läubli. Das Reisebüro befand sich am Schwanenplatz in der Luzerner Altstadt und verkaufte Billette für den Pilatus, die Rigi und andere Zentralschweizer Destinationen.
Wie hat sich die Firma seit der Gründung entwickelt?
Zuerst sehr gut. In der Blütezeit zählte ITO Reisen zwischen 20 und 25 Mitarbeiter. Insbesondere für Reisen von Amerikanern in die Schweiz war das Reisebüro eine gute Adresse. Doch dann kamen die Jahre 1983, 1984 und 1985. Der Dollar verlor an Stabilität, die amerikanische Wirtschaft lahmte und damit brach auch der dortige Markt zusammen. Und so kam unsere Stunde. Wir konnten das Geschäft übernehmen.
Wann haben Sie das Unternehmen übernommen und was haben Sie vorher gemacht?
Ich bin 1985, also vor 25 Jahren zu ITO Reisen gestossen und habe damals die Firma übernommen. Zuvor führte ich Reisebüros in Amriswil im Thurgau, in New York und Los Angeles und sammelte Erfahrungen als Reiseleiter, insbesondere im Südlichen Afrika. Als erstes positionierte ich ITO Reisen neu. Ich definierte neue Geschäftsfelder naheliegenderweise in Afrika.
Wissen Sie schon, wie Sie das 60-Jahre-Jubiläum feiern werden?
Im Jahr 2012 feiert ITO Reisen den 60. Geburtstag. Wir freuen uns auf ein Fest zusammen mit unseren Kunden. Wer uns all die Jahre die Treue gehalten hat, soll belohnt werden.
Haben Sie sich schon Gedanken über eine Nachfolgeregelung gemacht?
In der Tat mache ich mir Gedanken über meine Nachfolge. Gerne möchte ich das Geschäft einem jüngeren Tourismusfachmann übergeben, der es erfolgreich weiterführen kann. Das Unternehmen hat gute Perspektiven ich garantiere für eine sorgfältige Einführung, damit der neue Geschäftsinhaber von meiner Aufbauarbeit profitieren kann.
Wie viele Mitarbeitende haben Sie?
Zwischen vier und fünf. Ausser mir sind es alles Frauen.
Wie hat sich das Geschäft in den letzten Jahren entwickelt?
Auch wir haben natürlich das Internet gespürt. Badeferien beispielsweise oder Städteflüge werden gerne online gebucht. Wir haben darauf reagiert und eine Nische gefunden eben Reisen ins Südliche Afrika. Und daneben können wir auf Wunsch alle andern Destinationen bedienen wir sind Spezialisten und Allrounder zugleich.
Welche Destinationen werden am meisten nachgefragt?
Südafrika, Namibia, Botswana, Mosambik, Simbabwe Länder im Südlichen Afrika, was unserem Profil entspricht.
Wie informieren Sie Ihre Kunden?
Mit Flyern und Katalogen. Zweimal im Jahr erhalten unsere Kunden einen Brief mit den neusten Angeboten. Wir sind auch immer wieder in Tageszeitungen, der Sonntagspresse und Fachzeitschriften präsent.
Verkaufen Sie auch über Agenten?
Für kleine Reisebüros sind grosse Anbieter, die Mindestumsätze verlangen, ein Problem. Wir arbeiten gerne mit Agenturen zusammen, wenn sie unsere Bedürfnisse und Möglichkeiten kennen und respektieren.
Wo liegen die Chancen von ITO Reisen?
Wir sind für unsere Kunden da und gehen individuell auf sie ein. Für uns ist kein Weg zu weit. Wenn auf einer Reise Probleme auftauchen ein Telefon, und schon versuchen wir die Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen. Das kann kein Internetanbieter.
Ist bei Ihnen klassisches Retailing auch ein Thema?
Für die lokale Kundschaft ja. Wir sind auf Wunsch auch Retailer.
Wie läuft das Geschäft heute?
2009 war ein schlechtes Jahr. Wenn die Wirtschaft stottert, merken wir das auch. Dieses Geschäftsjahr verläuft besser. Die Privat- und insbesondere die Geschäftskunden kommen zurück. Wir tun alles, damit sie zufrieden sind. Denn die beste Werbung ist die Mund-zu-Mund-Propaganda, und erfreulicherweise verhilft sie uns mehr und mehr zu Buchungen.
Wie hat sich die Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika ausgewirkt?
Die Weltmeisterschaft selber schlecht. Niemand wollte während dieser Zeit in Südafrika herumreisen. Mittel- und langfristig dagegen hat sich der sportliche Grossanlass gelohnt. Das Land hat eine grosse Publizität erhalten und gilt heute als sicher. Dies spricht viele Leute an. Dieser Markt hat sehr gute Perspektiven.
