Nach 1-2-Fly hat neu auch M-travel eine geteilte Katalogstrategie mit
einer Erstauflage mit Frühbucherpreisen und einer Zweitauflage mit nach
oben angepassten Preisen, mal heissen sie Normalpreise, mal heissen sie
Budgetpreise. Der grösste Unterschied ist hingegen: 1-2-Fly von TUI
Suisse kalkuliert in Euro mit garantiertem Wechselkurs und M-travel von
Hotelplan Schweiz rechnet in Franken. Ihre Frühbucherpreise für den
Sommer 2008 sind maximal bis 29. Februar 2008 gültig.
M-travel geht diesen geteilten Weg zum ersten Mal. Leider schon zum
zweiten Mal bemüht Hotelplan Schweiz dafür den Gag mit dem
Dreikönigskuchen am «Samichlaustag»
Doch
zurück zum Thema: Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass der
Frühbucher-Katalog gefolgt von mindestens einem Normalbucher- Katalog
das neue Mass aller Dinge ist bzw. wird jedenfalls für die
Günstigmarken von zwei der drei Generalisten. Die Vertreter von 1-2-Fly
sowie M-travel beteuern glaubhaft, dass ihre Buchungen aufgrund der
neuen Frühbucher-Philosophie deutlich angezogen haben. Die
Neuausrichtung von M-travel für diesen Winter scheint also schon zu
greifen. Diejenige von 1-2-Fly vor drei Jahren war quasi der Vorreiter.
Helvetic Tours wird gefordert, lässt sich aber noch nicht in die Karten
blicken. Bekannt ist bislang nur, dass Kuoni seine Günstigmarke
repositionieren will. Diese Botschaft verkündete übrigens niemand
Geringerer als Armin Meier, der CEO des Konzerns. Die Angebote sollen
attraktiver und pfiffiger gestaltet werden. Nun ist das grosse
Rätselraten ausgebrochen. Hinter vorgehaltener Hand lassen Mitbewerber
wissen, dass Helvetic Tours es ihnen nur gleichtun kann oder ganz neu
mit «pay as you like» auf den Markt kommt. Als einzigen Hinweis finden
die Agenten auf dem Extranet von Kuoni seit Kurzem das Datum 15. Januar
2008, das sie sich für den Workshop von Helvetic Tours vormerken
sollen. Dann wird wohl die Katze aus dem Sack sein. Man darf gespannt
bleiben, was die Idee hinter der Geheimniskrämerei ist.
Verfügbarkeiten sind der Schlüssel zum Erfolg. Nur wer seine Betten
garantieren kann, hat mit seinen Frühbucherpreisen eine reelle Chance.
Da aber auch die Hoteliers ihre Betten lieber rechtzeitig zu
attraktiven Aktionen gefüllt haben, als kurzfristig auf (zu) billigen
Last Minutes sitzen bleiben, scheint die aktuelle Philosophie allen zu
dienen. Mal sehen, was Helvetic Tours neu erfindet.
