
Nicht nur in der Luft – auch am Boden ist bei Chair aktuell sehr viel los. An einem kürzlichen Event der Charter-Airline in Zürich mit rund 50 Gästen und Partnern wurden zudem zahlreiche Neuerungen bekanntgegeben.
In Abwesenheit von CEO Shpend Ibrahimi und Verkaufschefin Ruzica Pantic oblag es Christof A. Aregger die Partner zu begrüssen und zu informieren. Der seit Beginn als Finanzchef tätige Airline-Insider war zuvor auch schon bei der Edelweiss Air im Vorstand.

Die Überraschung des Events war die Tram-Extrafahrt ab dem Flughafen Zürich mit einem Chair-Tram im Zürcher Tram Netz. Ein innen und aussen vollständig gebrandetes Tram fährt bis Ende April durch das Zürcher Tram Netz und bringt die Schweizer Airline dorthin, wo Menschen täglich unterwegs sind. Mit dem Tram setzt Chair bewusst auf Präsenz im Alltag statt klassische Werbung.
Begleitend lanciert die Schweizer Airline einen Social-Media-Wettbewerb, bei dem monatlich 1×2 Flüge verlost werden. Die Aktion laufe bis Ende April und setzt auf Sichtbarkeit im urbanen Alltag sowie aktive Beteiligung, erläuterte der Marketing-Chef Steven Eichenberger.
Chair Airlines bezeichnet sich selbst als «jüngste und «fresheste Airline der Schweiz». Der Carrier mit Sitz in Glattbrugg war 2019 entstanden. Der Carrier hatte damals das Fluggeschäft der insolventen Germania samt Millionen-Schuld übernommen und etablierte sich mit einem neuen Markennamen. Inzwischen sind offenbar die gesamten finanziellen Altlasten getilgt.
Bis Ende 2025 wurden die Innenkabinen bei sämtlichen Flugzeugen komplett erneuert. Die neuen Sitze seien eleganter und schlanker, was einerseits ein besseres Raumgefühl und andererseits ein um einiges bequemeres Flugerlebnis bewirke.
Chair baut ihre Flotte weiter aus. Im Mai erhält sie einen einen vierten Airbus A320 und damit das insgesamt fünfte Flugzeug. Dieser Schritt ermögliche einen deutlichen Ausbau des Flugplans für den Sommer 2026.
Neue Destinationen ab Sommer 2026
Ab Ende Juni werden neu folgende Feriendestinationen durch Chair Airlines angeflogen: Zwei Mal wöchentlich geht es ab Zürich nach Patras in Griechenland sowie in die albanische Küstenstadt Vlora, welche den Transfer zu Albaniens Stränden verkürzt. Beide Badeferien-Ziele werden erstmals von einer Fluggesellschaft direkt ab Zürich angeflogen.
Ebenfalls bedient Chair zweimal wöchentlich die beliebte Route Zürich-Marrakesch. Auch die portugiesische Trend-Destination Porto wird ab Sommer 2026 dreimal wöchentlich angeflogen. Auf dieser Strecke konkurriert Chair mit Edelweiss, Swiss, Easyjet und TAP.
Die albanische Hauptstadt Tirana wird im Sommer neu dreimal wöchentlich angeflogen. Zwei Mal pro Woche geht es nach Tuzla, die drittgrösste Stadt Bosniens, die erstmals ab Zürich angeflogen wird.
Bisherige Ziele bleiben bestehen
Die bisherigen Ziele behält Chair im Angebot: Pristina im Kosovo wird bis zu dreimal täglich ab Zürich angeflogen sowie bis zu zweimal täglich ab Basel. Daneben finden sich weiterhin Skopje und Ohrid in Nordmazedonien, Hurghada und Marsa Alam in Ägypten, Palma de Mallorca, Larnaka in Zypern sowie die griechischen Ziele Heraklion, Kos und Rhodos im Flugplan.
Weitere Destinationen sowie Möglichkeiten von Abflugsorten Bern und Zürich werden gemäss der Fluggesellschaft sorgfältig evaluiert und das Marktpotential geprüft. Ob auch der Euroairport Basel geprüft wird, ist unbekannt.
Die Flotte umfasst vier A320 und eine A319 Maschine. Die A320 werden vermutlich im 2027 oder 2028 ersetzt. Ob bei der Flottenplanung allenfalls auch der Einstieg ins Langstrecken-Geschäft evaluiert werde, war am Event im Tram nicht zu erfahren.
In der Begrüssungsrede erwähnte Aregger jedoch die kürzliche IATA-Zertifizierung. Mit der IATA Operational Safety Audit (IOSA)-Zertifizierung bestätigt die Fluggesellschaft, dass sie die höchsten internationalen Sicherheitsstandards erfülle. Das umfassende Audit, das von der IATA durchgeführt wird, bewertet die operativen Management- und Kontrollsysteme von Fluggesellschaften weltweit.
Durch die Aufnahme in die International Air Transport Association (IATA) wird Chair Airlines Teil eines globalen Netzwerks von über 300 Fluggesellschaften, das gemeinsam an der Weiterentwicklung der Luftfahrtbranche arbeitet. Seit Ende April 2025 operiert die Fluggesellschaft zudem unter dem IATA-Code ‘CS – Chair Switzerland’. Zuvor war sie unter dem von Germania übernommenen Code GM unterwegs. (TI)
