Agenten-Kritik stösst bei Swiss auf Verständnis (Ausgabe 2014-32)

Die Prozesse bei der bezahlten Sitzplatzreservation sind für Agenten suboptimal. Swiss bittet um etwas Geduld.

Seit der Einführung von «Swiss Choice» bricht die Kritik am Ancillary-Programm der Swiss von Seiten der Agenten nicht ab. TRAVEL IN-SIDE hat nachgefragt, wie Swiss die bemängelten Missstände beurteilt.

Zum einen wird kritisiert, dass die bezahlte Sitzplatzreservation nicht über ein GDS abgewickelt werden kann. Dazu Swiss-Sprecherin Sonja Ptassek: «Wir sind daran, einen detaillierten Plan mit den GDS auszuarbeiten, um die Buchbarkeit des Swiss-Choice-Angebots umzusetzen. Wir haben bereits kommuniziert, dass Sitzplatzreservationen Ende August via Amadeus verfügbar sein werden. Andere GDS werden schrittweise folgen.»

Dem Vernehmen nach ist Swiss diesbezüglich bereits länger im Gespräch mit den GDS. Obwohl noch nicht alles lief, wollte man mit der Lancierung von Swiss Choice vorwärts machen, auch wenn es für den Vertrieb zunächst umständlich ist. «Wir sind uns bewusst, dass es anfänglich gewisse Einschränkungen gibt», so Ptassek, «bei der Einführung eines derartigen neuen Serviceangebots gibt es vor allem technische Fragen und Herausforderungen in Bezug auf die Prozesse. Wir arbeiten daran, diese Einschränkungen so bald wie möglich zu beheben.» Nicht gelten lässt sie den Vorwurf langer Wartezeiten am Telefon: «Nach Auswertung der entsprechenden Daten können wir nicht feststellen, dass das gewohnt hohe Servicelevel des Swiss Agency Support schlechter geworden ist.»

Swiss sei sich bewusst, dass die Einführung von neuen Services zu Änderungen bei den Prozessen auf Seiten der Agenten führt, und arbeite daran, entsprechende Prozess-optimierungen zu erreichen. Die Swiss habe mit dem SRV und anderen involvierten Parteien lange vor der Einführung von Swiss Choice Gespräche geführt, um den Informationsaustausch im Hinblick auf die Lancierung zu pflegen.

Jean-Claude Raemy