Dreamtime übernimmt Reise-Service Imagine (Ausgabe 2014-39)

Der Badener Reiseveranstalter expandiert nach Bern und hat mit neuen Web-Auftritten auch online einiges vor.

Der Badener Spezialist Dreamtime Travel übernimmt den Reise-Service Imagine in der Berner Innenstadt zu einem nicht genannten Preis. Ab November wird das Büro in Bern in Dreamtime Travel umbenannt und bietet die ganze Produktpalette von Dreamtime in Ozeanien, Afrika, Südamerika und im Indischen Ozean an. Bisher war Imagine vor allem als Spezialist für das Südliche Afrika sowie für Fair-Travel-Angebote bekannt.

Laut Dominic Eckert (Inhaber Dreamtime Travel) passe das Büro gut in die Dreamtime-Struktur, und da der Kundenstamm in Bern ohnehin schon gross sei, wolle man diesen mit lokaler Präsenz noch besser pflegen bzw. ausbauen. Heinz Hirter, heute 60 Jahre jung, hat damit eine ideale Nachfolgelösung gefunden. Er wird dem Unternehmen in einem 50%-Pensum, u.a. auch als Reiseleiter, zur Verfügung stehen. 

Geleitet wird Dream-time Travel Bern dann von Natascha Lund-Jensen, welche aktuell im Bade-ner Dreamtime-Team arbeitet und Anfang Oktober nach Bern übersiedelt. Eine zweite Verkaufsperson wird noch gesucht. Die Stelle von Lund-Jensen in Baden wird nicht ersetzt. «Ein Teil des Geschäfts wird nach Bern verlagert», erklärt Eckert, «wir werden zwar z.B. die Buchhaltung noch zentral in Baden haben, aber ansonsten ist Bern eigenständig, d.h., der Einkauf erfolgt direkt bei den Leistungsträgern.»

Das Dreamtime-Team wächst damit von aktuell elf auf 12,5 Mitarbeitende. Das Büro in Bern, in einem Dachstock gelegen, wird behalten. Dazu Eckert: «Wir brauchen keine Passantenlage. Wir werden aber das Interieur modernisieren.» Ebenfalls modernisiert werden die beiden Webseiten reiseberatung.ch und reiseservice.ch, welche Hirter aufzog und welche ebenfalls an Dreamtime verkauft wurden.

Eckert will mit diesen «interessanten URLs» ab Dezember neue Auftritte lancieren. Zuletzt waren die Seiten zwar online, aber praktisch ungenutzt.

Ob die Einkaufsdeals, die Hirter als Mitglied der Taco-Gruppe hatte, beibehalten werden, ist noch unklar. Auch das Retailinggeschäft dürfte nur auf kleiner Flamme weitergeführt werden. «Wir verkaufen zu 95% direkt – uns ist vor allem die Nähe zum Kunden wichtig», sagt Eckert.

JCR