Als erster der grossen Schweizer TOs hat Hotelplan Suisse sein Kommissionsmodell 2015 publiziert, das ab dem 1. November 2014 gültig ist. An den Agentenkategorien und Kommissionssätzen wird nicht geschraubt; neu ist aber, dass das Kommissionsmodell mit dem Servicemodell des hauseigenen Flugbrokers Ticketxpress enger verknüpft wird.
Konkret: Wenn ein Reisebüro einen reinen Touroperating-Umsatz (nicht zu verwechseln mit dem Gesamtumsatz) von mindestens CHF 400000 erreicht und den Ticketxpress-Flugumsatz mindestens auf Vorjahresniveau halten kann, werden ihm die Gebühren auf den IATA- und Nego-Fares erlassen. «Damit wollen wir den Touroperating-Umsatz aufwerten und dortige Buchungen entsprechend honorieren», sagt Christian Spring, Manager Agent Sales. Die Gebühren müssen zuerst zwar bezahlt werden, werden Ende Jahr aber wieder gutgeschrieben, falls die genannten Ziele erreicht werden. Das Sparpotenzial liege je nach Reisebüro zwischen ein paar hundert und mehreren tausend Franken pro Jahr.
Und das Sparpotenzial wird noch zunehmen: Ticketxpress musste nämlich bekannt geben, dass ab 1. Januar 2015 keine Kommissionen mehr auf Langstreckenflüge der Lufthansa Group und ihres Atlantic Joint Ventures bezahlt werden. Dies umfasst Swiss, Lufthansa, Austrian, Brussels, Air Canada und United. Der Schritt hat sich abgezeichnet, nachdem die Kommission schon im letzten Herbst auf 0% gesenkt, im aktualisierten Modell per Januar 2014 dann aber wieder auf 2% erhöht wurde. Aktuell gilt bis Ende Jahr noch eine Kommission von 1,5% bei genannten Airlines.
Diese bleiben aber «Preferred Airlines», sprich es werden für interkontinentale Flüge keine Gebühren fällig. Ausnahme sind die von Edelweiss durchgeführten Flüge mit den LX-Nummern 8000-8999.
Ansonsten ändert sich im Ticketxpress-Modell nur wenig. Erwähnenswert ist noch, dass die Gebühren auf IATA- und Nego-Fares bei den Preferred Airlines Europa um CHF 5 steigen, nämlich auf CHF 15 bei den oberen drei Agentenkategorien und auf CHF 20 bei den unteren fünf.
SJ
