Es war zwar «nur» eine Embraer 190, die Helvetic Airways kurz vor Weihnachten in Empfang nahm für die Airline war es dennoch ein Meilenstein. Denn auf das neue Flugzeug werden sechs weitere desselben Typs folgen, die alle von Niki stammen. Mit der ersten Embraer wurde nun einerseits die Flotten-erneuerung bei Helvetic Airways eingeläutet und andererseits die Zusammenarbeit mit Swiss erneuert. Die ersten vier Embraer gehen im Wetlease-Verfahren direkt an die Swiss, die auch die Piloten für diese Maschinen stellt. Die restlichen drei wird Helvetic Airways ab Mai dann für ihre Zwecke einsetzen.
Mit den neuen Flugzeugen wird bei der Airline alles eine Spur grösser. Die Kapazität verdoppelt sich beinahe, die Anzahl Mitarbeiter steigt innert Jahresfrist sukzessive von 233 auf 370, und Besitzer Martin Ebner verdoppelte das Aktienkapital auf CHF 10 Mio. Das soll für mehr Sicherheit und bessere Leasing-Konditionen sorgen.
Mit dem vergangenen Geschäftsjahr ist man bei Helvetic Airways ebenfalls zufrieden. Die Airline schreibt weiterhin schwarze Zahlen, die Auslastung der Flugzeuge ist gestiegen, und man konnte durch geschickte Planung mit der gleichen «Hardware» mehr Flugbewegungen durchführen. Insbesondere im Linien- und Chartergeschäft konnte Helvetic Airways den Ertrag signifikant steigern. Auf der Kostenseite gab es Mehrausgaben bei der Ausbildung des Personals und beim Unterhalt der Fokker-100-Maschinen.
SJ



