Frankenstärke, eine verschlechterte Sicherheitslage am Mittelmeer, Flüchtlingsproblematik, unsichere Arbeitslage im Euro-Raum «Viel Erfreuliches gab es nicht!», fasst Hotelplan-Suisse-CEO Kurt Eberhard das bisherige Jahr 2015 treffend zusammen.
In der CEO-Umfrage von TRAVEL INSIDE geben die Chefs der fünf grössten Schweizer Reiseunternehmen allesamt zu Protokoll, dass es im laufenden Jahr an Herausforderungen nicht mangelte. Insbesondere die Währungssituation ist eine Herausforderung; die tieferen Durchschnittspreise machen es schwierig bis unmöglich, die Margen zu halten.
Bei den Reisebüros sieht es ähnlich aus: Der Umsatzbarometer lag per Ende September 7% im Minus, und erstmals seit Urzeiten ist die Anzahl Büros unter 2000 gesunken. Auch der SRV hat 20 Mitglieder verloren und mit der Schliessung der SBB-Reisebüros werden nochmals deren 38 wegfallen.
So viel zu den schlechten Nachrichten. Ihnen gegenüber stehen zahlreiche optimistische und kämpferische Aussagen. «Wir wollen wachsen!», ist das erklärte Ziel von TUI-Suisse-CEO Martin Wittwer. «Dank der engen Kooperation mit unserem Mutterhaus DER Touristik werden wir verlorene Marktanteile zurückgewinnen», sagt Kuoni-Schweiz-Chef Marcel Bürgin. «Wir stecken viel Power ins Marketing», erklärt Knecht-Reisegruppe-CEO Roger Geissberger. «Zurück zum Wachstum mit nachhaltiger Margensicherung!», lautet die Parole von Hotelplan-Suisse-CEO Kurt Eberhard. «Wir setzen auf das Wissen und die Servicequalität unserer Mitarbeitenden, wofür man uns gerne entschädigt», ist Globetrotter-Chef André Lüthi überzeugt. «Die Bruttorendite in den Reisebüros ist angestiegen, und aufgrund der Entwicklung des Wechselkurses sind die Schweizer Veranstalter und Reisebüros wieder kompetitiv», so SRV-Präsident Max E. Katz.
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