Vor einer schwierigen Entscheidung stand der neue Schweiz-Direktor des spanischen Fremdenverkehrsamts, Faustino Diaz Fortuny, anlässlich eines von ihm veranstalteten Events zum Thema «Welt-Tapas-Tag». Einerseits galt es, den formellen Ablauf des Abends einzuhalten und auf den Botschafter zu warten, der lange Zeit nicht auftauchte; andererseits musste er etwa 40 hungrige Branchenprofis bei Laune halten, die sich auf die Tapas freuten. Botschafter Bernardo de -Sicart Escoda nahm ihm dann die Entscheidung ab, als er sich telefonisch meldete: Er stecke noch im Stau, aber man solle um Himmels Willen schon mal mit den Tapas beginnen. Damit hatte er schon vor seinem Eintreffen sämtliche Sympathien auf sicher. Doch grundsätzlich gilt in Spanien ja sowieso: Wer vor 21 Uhr versucht, an ein Abendessen zu kommen, wird unweigerlich auf Komplikationen stossen.
Vielflieger kennen sie: die «Follow-me»-Autos, die den Flugzeugen am Boden blinkend den Weg zu ihrem Standplatz zeigen. Der Flughafen Lugano hat neuerdings ein ganz besonderes Exemplar dieser Sorte: Der lokale Autohändler Loris Kessel, in den 70er-Jahren für kurze Zeit Schweizer Automobilrennfahrer, stellt dem Airport einen brandneuen Maserati Ghibli S Q4 für diese Aufgabe zur Verfügung. Für CEO Alessandro Sozzi ein perfekter Deal: «Unser Geschäftsmodell basiert auf einem Boutique-Flughafen, der auf Exklusivität, Geschwindigkeit und Komfort setzt also genau die Werte, die auch Maserati verkörpert.» Einziger, aber grosser Wermutstropfen: Am 6. November holt der Autohändler den Luxusschlitten wieder ab.



