Alle Generalisten legen zu – aber einzelne deutlich mehr als andere (Ausgabe 2007-29)

Sommer 2007: TUI sowie FTI berichten von zweistelligen Zuwachsraten. Hotelplan meldet einen Vorsprung von 3%. Und Kuoni hält sich bedeckt.

TI hat die Generalisten zum zweiten Mal in diesem Jahr nach ihren Buchungsständen für den Sommer befragt. Bei den Zahlen per Mitte Juli im Vergleich zu denjenigen per Anfang April ist es bei den einzelnen Destinationen teils zu Verschiebungen gekommen. Unter dem Strich berichten noch zwei von vier Reiseunternehmen von grossen Zuwachsraten in der Schweiz – vor drei Monaten waren es deren drei.

TUI Suisse: «Im Vergleich zur letzten Umfrage stehen unsere Buchungen unverändert bei plus 20% gegenüber dem Vorjahresniveau», sagt Roland Schmid. «Die Zahl der Frühbucher
erfüllte unsere Erwartungen. Je nach Nachfrage schieben wir seit Wochen auch Zusatzflüge in den Verkauf. Damit sichern wir den Vertriebspartnern die Verkäuflichkeit, so dass sie ihren Kunden die Ferienwünsche erfüllen können.»

FTI Touristik: «Wir haben ein schönes zweistelliges Plus», hält Walter Binggeli fest. Die Frühbucherrabatte hätten von Januar bis März einen sehr guten Buchungsstand beschert. Trotzdem habe man den Vorsprung von April bis Juni halten können. «Und mit dem aktuellen Eingang sind wir sehr zufrieden, auch wenn in den ersten Juliwochen das Sommergeschäft mittels gezielter Last Minutes noch etwas stimuliert werden musste.» Einzig Tunis habe man zugunsten von Monastir gekippt, dafür aber einen Zusatzflug nach Hurghada aufgelegt.

Hotelplan Schweiz: Die Reisetochter der Migros meldet ein Wachstum von 3%. Ende April sei der Vorsprung indes höher gewesen als Mitte Juli. Dennoch seien Last Minutes weniger gefragt als in den Vorjahren.

Kuoni Schweiz: Keine konkreten Angaben macht der börsenkotierte Reisekonzern, der sich seit Mitte Juli wieder mal in einer «quiet period» befindet. «Die Kuoni Gruppe hat Mitte April einen Buchungsstand von plus 12% für Kuoni Schweiz bekannt gegeben», erklärt Peter Brun. Daher könne auch kein Vergleich zur letzten Umfrage angestellt werden. «Erfahrungsgemäss gelten in der Branche April und Mai als weniger buchungsstark, sodass Buchungsstände nach den Wintermonaten etwas tiefer liegen. Zum Juni kann ich sagen, dass er über Vorjahr lag.»

Norman C. Bandi