«Uns geht es bei den Buchungen wahrscheinlich wie allen anderen Reiseunternehmen in der Schweiz», meint Thomas Stirnimann, CEO von Travelhouse. «Im Touroperating hatten auch wir einen fulminanten Start und dies ohne Aktionitis.» Das Geschäftsjahr 2006/07 sei von November bis April «tiptop» gelaufen. «Zwei Monate später ist alles etwas relativiert worden. Von Mai bis Juli hat es deutlich abgekühlt. Unser Geschäft ist nach wie vor volatil. Per Mitte Juli präsentiert sich uns ein durchzogenes Bild. Wir liegen aber noch im Plus, aber nicht mehr zweistellig, wobei die Langstrecken wachsen und die Kurzstrecken schrumpfen. Portugal und Spanien laufen rund. Dafür liegen wir in Griechenland mehr als 30% über Vorjahr.»
Schleppend entwickeln sich in Europa laut Stirnimann vor allem die Städte und der Süden, aber auch Grossbritannien. Dafür sieht er einen gleichen Hauptgrund für die ganze Branche: den Strukturwandel. «Damit meine ich, dass der Konsument den Veranstalter oder Vermittler immer mehr umgeht, um direkt und billiger im Internet zu buchen, oder dass der Retailer zum Tour Operator mutiert, um mehr Marge zu erzielen. Diese Trends sind nicht nachhaltig.» Als spezifischen Grund ortet Stirnimann die Technologie: «Sierramar und Falcontravel sind noch nicht voll über Cets buchbar. Dies ist besonders für die einfachen Pauschalpakete in Europa ein gewaltiger Nachteil. Wir leiden dort zusätzlich zur allgemeinen Marktschwäche.»
Auf der anderen Seite entwickelt sich Übersee gemäss Stirnimann vielversprechend. «Und dieses ist bei Travelhouse absolut gesehen grösser als der Rest.» Aufgeteilt nach Zielgebieten sagt er: «Während Amerika eine Renaissance erfährt, leidet Kanada etwas. Die letzten beiden Jahre war es umgekehrt. Südamerika und die Karibik sind gut unterwegs. Sie ziehen aber vor allem im Winterhalbjahr.
Der absolute Senkrechtstarter ist Asien. Dieses Geschäft läuft wie geschmiert, sogar im Sommerhalbjahr. Gut unterwegs sind zudem der Mittlere Osten sowie der Indische Ozean. Ebenso erfreulich laufen die neuen Angebote wie Indien und Afrika, die wir übernommen haben, oder Ozeanien und Kreuzfahrten, die wir lanciert haben.»
NCB



