Hotelplan eliminiert Vertriebsstufe (Ausgabe 2007-37)

Schlanke Strukturen und zentraler Sales-Support für das eigene Filialnetz.

Die Reorganisation bei Hotelplan geht in die zweite Phase und wird nun auch im stationären Vertrieb umgesetzt. Die viertstufige Struktur mit Filialen, Subregionen, Regionalmanager und der Vertriebsleitung am Hauptsitz wird angepasst: Die Stufe Subregion wird eliminiert. Die 97 Leisure-Filialen werden in sieben Verkaufsregionen aufgeteilt, denen neu regionale Verkaufsleiter vorstehen. Diese rapportieren direkt an Vertriebschef Daniel Reinhart.

Die bisherigen Regionalmanager gibt es nicht mehr. Reinhart: «Die Filialen sollen sich auf ihre Kernaufgabe, die Beratung und den Verkauf, fokussieren können. Sie werden intensiv durch das verstärkte Sales-Support-Team am Hauptsitz unterstützt, das unter der Leitung von Angelo Banditelli (bisher Regionalmanager Zürich, Ostschweiz, Tessin) alle nicht verkaufsrelevanten Aufgaben übernimmt. So erhalten wir eine marktgerechtere, marktnähere Organisationsstruktur im Vertrieb.»

Die Verkaufsregion Tessin wird weiterhin von Banditelli geleitet, die Verkaufsregion Romandie wie bisher von Rita Sulzberger, welche neu auch regionale Verkaufsleiterin ist. Die fünf noch vakanten Stellen werden intern ausgeschrieben. Reinhart geht davon aus, dass sich bisherige Subregions-Leiter, allesamt Filialleiter bzw. Filialleiterinnen, für die Führung der Verkaufsregionen bewerben werden. «Kaspar Hess (bisher Regionalmanager Basel, Mittelland, Bern, Innerschweiz) sieht sich nicht in der neuen Funktion als regionaler Verkaufsleiter, er führt auch keine Filiale. Für ihn suchen wir eine interne Lösung in der Gruppe oder bei einer Tochtergesellschaft», so Reinhart.

Die Leisure-Filialen, also der stationäre Vertrieb ohne Agentenvertrieb, Commercial und E-Business, werden laut Reinhart per Ende Geschäftsjahr am 31. Oktober hochgerechnet einen Umsatz von rund CHF 485 Mio. generieren. «Damit liegen wir gut 2% über Vorjahr, wobei wir im letzten Geschäftsjahr 17 Filialen mehr hatten. Bereinigt würde das Plus rund 7 bis 8% betragen. 75% des Umsatzes der HP-Filialen stamme aus dem Verkauf von Hotelplan-eigenen Produkten sowie Angeboten der Tochter Travelhouse, so Reinhart.