«Das Reisebüro bleibt nach wie vor der Ort, wo am meisten Reisen gebucht werden», heisst es in der repräsentativen Markt-Studie der Elvia. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Buchungen im Reisebüro mit 30% gehalten werden. Dafür hat das Internet als Absatzkanal «nur» noch von 23% auf 27% zugelegt; die «Selbstorganisierer» sind von 30% auf 26% zurückgegangen.
Für die Markt-Studie wurden 1003 Personen zwischen 15 und 74 Jahren durch das Link Institut befragt.
Jürg Wittwer, CEO der Elvia, sagt: «Wir sehen zwar weiter den Trend, dass das Internet an Bedeutung gewinnt, doch der Zuwachs dieser Buchungen flacht langsam ab. Die Werte zwischen modernem und klassischem Vertriebskanal stabilisieren sich.» Dafür spiele bei der Wahl des Reisebüros die Qualität der Beratung für eine Mehrheit der Befragten gegenüber den Vorjahren eine deutlich wichtigere Rolle als der Preis des Arrangements.
Trotzdem fühlen sich die Reisebüros vom Internet bedroht, wie der neuen Branchen-Studie der Credit Suisse (CS) zu entnehmen ist. Gemäss den Ergebnissen der Umfrage «Reisebüros: Qualitätssteigerung dank Internet» erwarten mehr als vier von fünf Wiederverkäufer einen Zuwachs des Internet-Reiseumsatzes für 2008. Ein Drittel der Reisebüros gibt an, sich stark von Internet-Buchungen (vor allem Flüge und Hotels) konkurrenziert zu fühlen.
Die Ökonomen kommen zum Schluss: «Immer bessere Online-Plattformen erlauben einen einfacheren Preisvergleich und schüren die Konkurrenz. Häufig werden einfache Produkte via Internet gebucht. Für Rundreisen und komplexere Angebote ist es jedoch noch kein ernst zu nehmender Konkurrent.» Die CS rät: «Die Reisebüros müssen die Zeit der Hochkonjunktur nutzen, um ihre Kernkompetenzen weiter zu festigen Das Internet wird die traditionellen Reisebüros nicht verdrängen, zwingt sie aber zu einer klaren Positionierung.»



