Air Berlin gibt im Sommer 2008 den Chartertakt vor (Ausgabe 2007-44)

Mehr Destinationen als Belair 2007. Gibts Überkapazitäten nach Mombasa und Punta Cana?

Zeitgleich haben diese Woche Hotelplan und Kuoni ihre Charterplanung 2008 bekannt gegeben – bis auf das Kurzstreckenprogramm von Air Berlin/Belair, das Mitte November freigegeben und buchbar wird.

Die Langstreckenplanung der Branchenkolosse zeigt,  dass es eine gewichtige Verschiebung des Angebots hin zu Air Berlin/Belair gegeben hat. Flog Belair im letzten Sommer nur nach Nordamerika, werden nun auch zwei Karibik-Rotationen (Punta Cana, Cancun/ Varadero), Kenia (Mombasa) sowie Phuket – erstmals im Sommer! – angeboten. Edelweiss hat ihr Angebot leicht gestrafft: Mit dem Airbus A330 werden weiterhin Punta Cana/Puerto Plata (im Mai/Juni zusammen mit Hotelplan) sowie Male und Mombasa angeboten; zudem zwei Rotationen Kos/Heraklion und Heraklion zielrein. Die im letzten Sommer noch angeflogenen Cancun und Varadero werden aufgegeben und von Kuoni mit Air Berlin geflogen.

«Der A330 von EDW ist im Sommer 2008 nicht weniger in der Luft als im Sommer 2007», hält Kuonis TO-Chefin Marianne Häuptli fest. An 6 von 7 Tagen sei die Maschine ausgelastet, davon an zwei Tagen wieder für Veranstalter in Japan. Auch die A330-Flüge nach Griechenland sind laut Häuptli nicht neu, sondern seit Jahren erprobt.

Die Langstreckenkonkurrenz wird vor allem nach Mombasa und Punta Cana spielen, wohin sowohl Edelweiss als auch Air Berlin fliegen.

Dass die B-767 von Air Berlin/Belair im Mai und Juni 2008 nicht ab der Schweiz eingesetzt wird, hat gemäss Hotelplan mit schwacher Nachfrage in dieser Zeit zu tun. Stefan Gutknecht, Verkaufsleiter Schweiz von Air Berlin, nennt aber noch einen andern Grund: «In dieser Zeit fliegt die Maschine für unsere Tochter LTU von München nach Florida und in die Karibik.»

Gleichzeitig lässt er durchblicken,dass das Branding der B-767 noch nicht definitiv geregelt ist. Da Air Berlin unter ihrem Namen in die Business-Fliegerei nach Übersee einsteigt, ist noch nicht klar, unter welcher Marke die Leisure-Fliegerei auf der Langstrecke hierzulande betrieben wird. «Die Maschine könnte wohl mit LTU statt Air Berlin bemalt werden, es könnte aber auch Belair bleiben», sagt Gutknecht.