Als Folge der stark gestiegenen Ölpreise erheben immer mehr Reedereien Treibstoffzuschläge. Bei Costa ist dies bereits seit einigen Monaten der Fall, per 1. Dezember wird der Zuschlag erhöht (z.B.
7-Nächte-Cruise 33 CHF pro Pax). Neu kommt nun auch MSC per 1.1.2008 mit einem Zuschlag (z.B. 7-Nächte-Cruise 48 CHF pro Pax).
Andere Reedereien folgen Schlag auf Schlag, so die gesamte Carnival-Gruppe inklusive HAL, Princess, Cunard und Seabourn, deutsche Reedereien wie Hapag oder Aida, Luxus-Anbieter wie Oceania, Regent Seven Seas oder Crystal, und auch die Big-Players Royal Caribbean und NCL haben den Schritt inzwischen angekündigt. Die Zuschläge bewegen sich zwischen 5 und 8.50 Dollar, oft mit einem Cap von 70 Dollar pro Reise.
Bei den Cruise-Veranstaltern ist man über die Entwicklung nicht eben erbaut: «Bei den Nachbelastungen ergibt sich für uns und die Reisebüros ein massiver Mehraufwand», unterstreichen sowohl Cornelia Gemperle (Kuoni) wie Rebekka Witschi (Hotelplan). Und wo sich, wie etwa bei den Polarreisen, grössere Summen ergeben, könne es gar zu Diskussionen mit Kunden führen, so Marlise Eijking (Oceanstar). Auch die unterschiedliche Handhabung (Datum der Einführung, Betrag, Kommissionierung) sei keine Vereinfachung, ergänzt Walter Fürer (ICS). Je nach Lancierung der Kataloge (wo das Thema überall Teil der AGB ist) konnten die Zuschläge erst z.T. integriert werden, und Stefan Frei (Mittelthurgau) weist die Kunden in der Bestätigung auf mögliche weitere Erhöhungen hin.
Froh ist man bei den TO einzig, dass sich die Zuschläge nicht auf die Vorausbuchungen auswirken. Das Geschäft 08 boomt überall, vor allem dort, wo die Kataloge bereits im Markt sind: Mittelthurgau seit Ende September, Hotelplan seit Anfang Oktober, ICS und Oceanstar seit Anfang November (Polarreisen seit Mitte Oktober), und Anfang Dezember wird auch Kuoni folgen.
BE
