TUI-Suisse CEO Martin Wittwer gibt sich vor den Medien betont gelassen.
«Man durfte ja erwarten, dass Kuoni im Preisbereich reagieren würde,
das haben sie auch gemacht. Wir nehmen das sehr gelassen», kommentiert
Wittwer entsprechende Fragen. «Wir sind preislich sehr gut aufgestellt
und müssen uns wahrlich keine Sorgen machen.» Intern seien natürlich
intensiv die Preisvergleiche gemacht worden und es habe sich gezeigt,
dass TUI Suisse den Vergleich nicht scheuen müsse, im Gegenteil.
Anhand einiger Beispiele erläutert Wittwer die grundsätzliche
Schwierigkeit solcher Preisvergleiche. Er bedient sich dabei exakt des
gleichen Hotels Alexander Beach auf Kreta, welches zuvor Kuoni schon
als Beispiel gedient hatte. Nur sind die Vorzeichen diesmal
entgegengesetzt: Hier ist nämlich TUI günstiger als Helvetic Tours.
Ob TUI bei seiner geplanten Preisliste Nummer zwei, die am 14. Februar
erscheinen wird, reagieren werde, lässt Wittwer noch offen. Es sei
allerdings schon eine neue Ausgangslage vom Jäger zum Gejagten zu
werden und plötzlich als Benchmark im Fokus der Konkurrenz zu stehen.
Aktuell hat TUI Suisse für den Sommer 2008 einen Buchungsvorsprung im
Vergleich zum Vorjahr (gleicher Zeitpunkt) von 20 Prozent. Ebenfalls 20
Prozent beträgt der damit erzielte Umsatz im Vergleich zum Gesamtjahr.
Türkei, Tunesien, Ägypten, USA und Asien sind bei den Zielen die
Renner. Für den Euro2008-Monat Juni hat TUI Suisse bereits einen um 10
Prozent höheren Auftragsbestand. Auch für den Winter 2007/08 konnte TUI
Suisse um 20 Prozent steigern.
2007 (Kalenderjahr) erzielte TUI Suisse bei einem Umsatz von 719 Mio.
Franken (Vorjahr 625 Mio.) einen EBITA von 7,6 Mio. Franken, dieser ist
jedoch auf das Geschäftjahr (Oktober bis September) gerechnet. Allein
im Touroperating setzte TUI 486 Mio. Franken (+ 21%) um. Davon
entfielen 40% auf die Marke TUI, 8% auf 1-2-Fly, 26% auf Flex Travel
und 26% auf Vögele. Die 70 Filialen setzten insgesamt 233 Mio. Franken
(+ 5%) um.
