Wer hat die Touristikbranche im vergangenen Jahr besonders geprägt?
Wer verdient die Auszeichnung, eine herausragende Persönlichkeit zu
sein? Mehrere Kandidaten und eine Kandidatin stehen zur Auswahl und
stellen sich der Wahl. Am 8. Februar steht der Sieger 2008 fest. Im
Anschluss an den St.Galler Touristiker-Tag wird der Personality-
Award-Gewinner gekürt und gebührend gefeiert.
Sechs Kandidaten sind noch übrig. Alle haben schon so manchen
Mitbewerber hinter sich gelassen, denn nun sind sie in der dritten und
entscheidenden Runde angelangt. In der ersten Runde trafen die
Redaktionen des Primus Verlags («travel manager», TRAVEL INSIDE) eine
Vorauswahl. Sie sorgte für viel Gesprächsstoff nicht nur innerhalb der
Redaktionen. Was spricht für Hanna Rychener was dagegen? Womit machte
sich Martin Wittwer einen Namen, was waren die herausragenden
Leistungen von Josef Felder? Auf diese Weise mussten sich viele
potenzielle Kandidaten einer kritischen Prüfung unterziehen.
In der zweiten Runde konnten dann die Leser bestimmen, welcher Kandidat
ihrer Meinung nach den Titel verdient hat. Über 350 Leser-Stimmen
erreichten die Redaktion. Jeder Teilnehmer konnte sich für drei
Branchenpersönlichkeiten entscheiden und ihnen seine Stimme geben.
Gewählt hat auch Heini Kalt, CIO von Travelhouse. Er ist schon jetzt
ein Gewinner, denn das Los entschied, dass er sich über die 6er-Kiste
Champagne de Saint Gall freuen darf. Ob er für seinen Konzernchef
gestimmt hat (Christof Zuber) bleibt aber geheim.
12 Namen waren es anfangs, nun stehen noch sechs auf der Liste. Die
Fachjournalisten haben vorgeschlagen, die Leser gewählt und nun ist die
Jury gefordert. Kurt Schaad (Schweizer Fernsehen), Prof. Hanruedi
Müller (FIF/Uni Bern), Gabriela Weiss («HandelsZeitung»), Rolf Brun
(Olma St.Gallen) und Beat Eichenberger («travel manager») entscheiden,
wer letztes Jahr mit seiner Arbeit nicht nur Eindruck hinterlassen hat,
sondern auch etwas bewegt hat.
Die Entscheidung wird nicht einfach. Schon letztes Jahr machten es sich
die «Geschworenen» nicht leicht und stimmten erst nach langen
Diskussionen für Christoph Franz, CEO Swiss Int. Air Lines. Doch wer
ist sein Nachfolger? Wie heisst der zweite Preisträger des «travel
manager Personality Awards»? Am St.Galler Touristiker-Tag hat das
Warten ein Ende: mit Unterstützung von AirPlus prämiert «travel
manager» die Touristik-Persönlichkeit 2008.
Linda Panchyrz
Anwärter für den Award (in alphabetischer Reihenfolge)
René Estermann,
Geschäftsführer Myclimate
Der Geschäftsführer von Myclimate eine Non-Profit-Organisation
hat sich dem Klimaschutz verschrieben. Durch seine Arbeit konnte er
führende Touristik-Unternehmen in das CO2 -Kompensationsmodell
einbinden: Mit einem Myclimate Ticket können Privatpersonen und
Unternehmen die CO2-Emissionen kompensieren. Der Erlös dient der
Förderung von energieeffizienten Technologien und erneuerbaren Energien.
Josef Felder,
langjähriger CEO Unique
Es ist Josef Felder zu verdanken, dass es dem Flughafen Zürich
gut geht. In Vergleichstests belegt der Flughafen durchwegs die
vorderen Ränge. Mit Beharrlichkeit und Einsatz führte der CEO trotz
ungünstiger Wirtschaftssituation und Swiss-Grounding den Airport zurück
auf Erfolgskurs.
Hanna Rychener,
Direktorin IST Zürich
Sie stieg bei IST ein, als die Schule «am Boden» war, und
entwickelte sie über die Jahre zu einer führenden und lebendigen
Ausbildungsstätte. Rychener hat viele neue Ideen für die Ausbildung von
Touristik-Fachkräften und ist heute eine Stimme mit Einfluss.
Jürg Schmid, Direktor
Schweiz Tourismus
Schweizer Skilehrer sind seit der neusten Kampagne weltbekannt,
das professionelle und klar geführte Marketing unter der Leitung von
Schmid trägt Früchte. Die Incoming-Branche hat Zuwachsraten wie schon
lange nicht mehr. Endzeitstimmung war gestern, ehrgeiziges Management
macht die Schweiz bei Touristen beliebt.
Martin Wittwer,
CEO TUI Suisse
Es sind nicht nur die deutschen Preise, mit denen Wittwer der
Konkurrenz das Fürchten lehrt. Mit Hartnäckigkeit schaffte er 2007 den
Turnaround und platzierte TUI Suisse
im Markt zurück, als Gegenspieler, den es ernst zu nehmen gilt.
Christof Zuber,
CEO Hotelplan
Sein Management sorgte für Veränderungen: die Bildung von Migros
Travel Switzerland war nur eine davon. Eine weitere war die Einbindung
der Belair-Flugzeuge in das Gefüge von Air Berlin, womit Zuber das
Flugrisiko-Problem löste. Was ist die nächste strategische
Entscheidung?
LP
