Per 1. Januar 2008 hat Direkt Reisen seine bisherige Struktur mit
Einkauf/Verkauf in eine Einteilung nach Profit Centern umgewandelt.
Geschäftsführer Urs Tanner: «Die Verschmelzung von Einkauf und Verkauf
ist gerade im dynamischen Direktverkauf wichtig. Wir versprechen uns
eine höhere Spezialisierung innerhalb der Profit Center, und das
Unternehmertum innerhalb der Firma soll gefördert werden.»
Konkret gibt es drei Profit Center unter der Leitung von Caroline
Zbären (Kreuzfahrten, Fremdprodukte und Wellness), Patrick Gil
(Arabische Länder, Fernflug West) und Thomas Carnevale (Europa und
Fernflug Ost). Die Aufteilung der Ressorts erfolgte «entsprechend den
Erfahrungswerten der Leiter sowie möglichst paritätisch nach
Umsatzvolumen».
Die drei rapportieren an Marta Di Girolamo, die für das Touroperating
und insbesondere die Koordination im Flugrisikowesen zuständig ist. Sie
ist direkt Urs Tanner unterstellt. Peter Hediger ist weiterhin in
beratender Funktion und für neue Projekte für Direkt Reisen tätig.
Laut Tanner hat das Geschäftsjahr für Direkt Reisen exzellent begonnen:
Der Gesamt-Auftragsbestand für 2008 liege per Ende Januar 45% über dem
Vorjahr. Der Wegfall von Denner Reisen an Hotelplan sei seit einem Jahr
bekannt und entsprechend einkalkuliert gewesen. Das habe keine
Auswirkungen auf den Mitarbeiterbestand. Inzwischen arbeiten 30
Personen in den neuen Büros in Urdorf.
Auf einen möglichen Verkauf der Firma angesprochen, sagt Tanner: «Wir
wollen ein Familienunternehmen bleiben, müssen uns aber nach
Kooperationen umschauen. Es gibt Herausforderungen im IT- und im
Flugwesen. Bei Letzterem kooperieren wir weitgehend mit Kuoni; wir
vertreiben Fremdprodukte von Kontiki oder Rotunda. Bislang gibt es
nichts Konkretes, es ist aber ein Thema. Es sind Beteiligungen oder
anderweitige Partnerschaften denkbar.»
JCR
