In den vergangenen Wochen hat der Schweizer Ableger des deutschen
Reiseveranstalters FTI in Basel seine gesamte Flugabwicklung in die
Zentrale nach München verlegt.
Schweiz-Chef Walter Binggeli rechtfertigt den Schritt folgendermassen:
«Das Flugwesen hat sich für uns als Reiseveranstalter seit einem Jahr
komplett verändert. Das bisherige, relativ starre Chartermodell wurde
abgelöst durch ein flexibles Modell, welches mit dem Aufkommen und der
Expansion von Airlines wie Air Berlin und Tuifly propagiert wurde. Wir
können dank deren Geschäftsmodell nun unseren Kunden mehr Flugdaten
anbieten, für uns Fix- oder Teilkontingente buchen, Pooling oder
Einzelplatzverkauf betreiben, also die gesamte Ferienflugplanung
kreativ gestalten.»
Die verbesserte Flexibilität erfordere aber auch deutlich mehr
administrativen Aufwand. Binggeli: «Deshalb haben wir uns entschieden,
die Flugabwicklung inklusive Abrechnung in die Zentrale nach München zu
verlegen, wo ganze Airline-Teams mit nichts anderem beschäftigt sind.»
Konsequenzen für sein Personal gebe es nicht, betont er. Die
freigewordene Arbeitskapazität werde intern anderweitig verwendet. Der
Fokus liege derzeit auf dem Erschliessen neuer Vertriebsmöglichkeiten
im trinationalen Bereich. Will heissen: Einerseits muss die Position
innerhalb der Reisebüros gestärkt werden, dazu sollen neue
Absatzmöglichkeiten in allen Kanälen gefunden werden.
Derzeit werden FTI-Produkte in rund 800 Agenturen in der Schweiz sowie
500 in Frankreich (Elsass) und Deutschland (Baden-Württemberg)
verkauft.
Jean-Claude Raemy
