Der Schweizerische Reisebüro-Verband (SRV) hält an seiner Haltung fest,
die neue Distributionsstruktur von Swiss und Lufthansa mit
Vorzugspreisen und GDS-Gebühren von 8 Franken pro Segment strikte
zurückzuweisen. Die Task Force, die am letzten Freitag erstmals getagt
hat, will die Einführung «mit allen Mitteln» bekämpfen. Dazu soll auch
ein juristisches Gutachten eingeholt werden.
Der SRV hat die Einladung der Swiss zu einem Gespräch in Kloten Ende
Februar angenommen. Seitens Swiss werden Harry Hohmeister und Rudolf
Schumacher daran teilnehmen, beim SRV sind die Teilnehmer hingegen noch
nicht bestimmt.
Anfang März soll ein Gespräch in Frankfurt mit Lufthansa unter Leitung
von Thierry Antinori stattfinden. SRV-Präsident Hans-Jörg Leuzinger:
«Es deutet darauf hin, dass dort nur Umsetzungserfordernisse und
Prozessunterstützung besprochen werden sollen. Ob wir unter diesen
Voraussetzungen das Gesprächsangebot annehmen, werden wir innerhalb der
Verbände diskutieren. Ich fliege nicht nach Frankfurt, bloss um das
Modell zu erläutern.»
Die GDS werden nun auch vom SRV kritisiert, weil er konkrete
Verhandlungen der GDS mit den Airlines vermisst. Die GDS bestätigen
hingegen, dass Verhandlungen laufen. Zudem stellt die Task Force den
Mehrwert der GDS grundsätzlich in Frage.
