Das sagen Travelport, Sabre und Amadeus (Ausgabe 2008-17)

An der DRV-Tagung kamen auch die GDS zu Wort. Hier die wichtigs-ten Aussagen:

Chris Dorner (Travelport mit Galileo und Worldspan):
«Wir sind in laufenden Gesprächen mit Lufthansa und Swiss; von
Verhandlungen zu sprechen, ist aber zu früh. Bis Dezember 2007 haben
wir mit Lufthansa über einen Full-Content-Vertrag verhandelt. Mit Swiss
wurde ein solcher Vertrag mit dreijähriger Laufzeit im Januar 2007
unterzeichnet. Die Welten zwischen LX/LH und Galileo gehen weit
auseinander. Die Airlines vergessen, dass die GDS jedes Jahr viel
investieren für die Entwicklung der Systeme, beispielsweise für
E-Ticketing. Das Interesse der Airlines an einem Opt-in-System
bezweifle ich stark. Eine technische Lösung der Abwicklung von
Preferred Fares ist schwierig; wir sind aber in Kontakt mit Providern
von Mid-Office-Systemen.»

Anne Rösener (Sabre):
«Die Airlines hätten unsere Full-Content-Verträge – teilweise mit einer
Laufzeit bis sieben Jahre – nicht unterschrieben, wenn sie so
unattraktiv wären. Ein Opt-in-Modell würde effizientere Prozesse bieten
als das Vorzugspreismodell. Wenn die Vorzugspreise aber per 1. Juli in
Deutschland eingeführt werden, wird Sabre eine Lösung anbieten. In der
momentan festgefahrenen Situation schlagen wir ein Round-Table-Gespräch
mit allen beteiligten Parteien vor.»

Holger Taubmann (Amadeus):
«Die Gesprächsbereitschaft der Lufthansa ist ganz weit unten. Über
andere Modelle konnten wir mit LH seit Mitte Januar nicht mehr
sprechen. Fact ist, dass ein gewisser Teil der deutschen Reisebüros den
Vertrag unterschrieben hat. Das heisst, dass wir eine Lösung bieten
müssen. Per 1. Juli wird es sich allerdings lediglich um
Zwischenlösungen handeln. Wir wissen sowieso noch nicht, wie der Markt
entscheidet.»
   

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