In der vergangenen Woche trafen sich erneut Vertreter des
Schweizerischen Reisebüro-Verbandes (SRV) und der Swiss. Dabei kam
unter anderem auch das Swiss-Vorzugspreismodell zur Sprache.
SRV-Präsident Leuzinger erklärt: «Es fielen keine Entscheide. Wir haben
aber erneut unsere Gesprächsbereitschaft dokumentiert. Mit uns kann man
reden, allerdings ist es schwieriger geworden.»
Leuzinger erwartet von Swiss bald ein Zeichen, ob eine Schweizer Lösung
im Streit um die Vorzugspreise und GDS-Gebühren denkbar ist. «Alle
warten auf den Start des Modells am 1. Juli in Deutschland, wobei
niemand vom Modell überzeugt ist. Nun ist es an den Marktteilnehmern,
zu entscheiden. Der SRV kann nur Empfehlungen abgeben», so Leuzinger.
Noch in dieser Woche verschickt der SRV einen Brief an die
Wettbewerbskommission (Weko), in dem eine Untersuchung beantragt wird.
In Deutschland hat der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) 22
Travel Manager von grossen Konzernen zum Vorzugspreismodell befragt. 16
von ihnen werden die Vorzugspreise offenbar nicht nutzen, die anderen
sechs Befragten waren noch unentschieden.
In der Zwischenzeit wurden die Schweizer Reisebüros im «Swiss Agent
Newsletter» von der Airline noch einmal ausführlich über die
Beweggründe der Swiss informiert.
Harry Hohmeister, Chief Network & Distribution Officer, und Rudolf
Schumacher, Head of Sales & Marketing Switzerland, betonen, dass
sie an der Partnerschaft mit den Reisebüros festhalten und richten
folgende Worte an die Reisebranche: «Der Vorwurf wurde laut, Swiss
wolle mit diesem Schritt den stationären Vertrieb bewusst schwächen.
Das liegt überhaupt nicht in unserem Interesse, generieren wir doch
zwei Drittel unseres Umsatzes in der Schweiz dank Ihrer Verkäufe.»
In diesen Tagen erhalten die Schweizer Reisebüros den Vertrag für die Swiss-Vorzugspreise.
