Glück im Unglück für Thurgau Travel: Die Pandaw-Flussschiffe, die auf
dem Irrawaddy verkehren, sind vom verheerenden Zyklon in Burma
verschont geblieben. «Die Pandaw 2 und 4 befanden sich zum Zeitpunkt
der Naturkatastrophe ausserhalb des betroffenen Gebiets», sagt Hans
Kaufmann. Deshalb wurden die beiden Schiffe, die ansonsten zwischen
Yangon und Mandalay den Touristen die Faszination des Landes näher
bringen, spontan einem neuen Zweck zugeführt: Sie sind nun als
Spitalschiffe für die betroffene Bevölkerung im Einsatz und bringen
Wasser, Nahrungsmittel und Medikamente in die zerstörten Gebiete.
Die Aktion erfolgt in Zusammenarbeit mit der englischen
Hilfsorganisation Merlin und der Reederei, die auf einheimisches
Personal zurückgreifen kann. Für die direkte und unkomplizierte
Finanzierung des Projekts ruft Thurgau Travel zu einem Spendenaufruf
auf (PC-Konto 90-724012-2, Vermerk: Burma). Thurgau Travel wird die
eintreffenden Spenden bis CHF 20000 verdoppeln und stellt keinerlei
Administrativkosten in Rechnung.
Direkte geschäftliche Einbussen in Folge des Wirbelsturms muss Thurgau
Travel vorläufig keine verzeichnen: «Die Flussfahrten-Saison auf dem
Irrawaddy dauert in der Regel von Anfang September bis Ende März;
während der heissen Monsunzeit im Sommer sind die Schiffe jeweils
stillgelegt», so Kaufmann. Ob die diesjährige Saison im Herbst wie
gewohnt aufgenommen werden kann, sei noch offen. Die Pandaw-Schiffe
würden bis dahin wieder als Flusskreuzer zur Verfügung stehen, aber
letztlich hänge alles von der Nachfrage ab.
BE
