Endlich: Erste nationale US-Tourismuswebsite (Ausgabe 2008-24)

Seit 1996 haben die USA kein staatliches Tourismusvermarktungsorgan.

Während der frühere Chef der Travel Industry Association of America
(TIA) Bill Norman keine Stricke zerriss, um wieder eine nationale
Marketingstruktur auf die Beine zu bringen, ist sein Nachfolger Roger
Dow (seit 1995) deutlich aktiver. Die TIA und das US Department of
Commerce haben Ende Mai gemeinsam die Online-Plattform
www.DiscoverAmerica.com lanciert – das erste gesamtamerikanische
Tourismusportal.

Die Website umfasst über 15000 verschiedene Seiten mit detaillierten
Infos zu den 50 Bundesstaaten und fünf Territorien, zu den wichtigsten
Städten sowie den Einreisebestimmungen. Interaktive Karten, umfassendes
Fotomaterial, der neuartige «Activity Finder» und von Usern
beigesteuerte Tipps und Feedbacks runden das Angebot ab. Für den
Content sind das US Department of State, die Tourism Offices der
einzelnen Bundesstaaten, diverse DMO (Destination Marketing
Organizations), Fodor’s, American Express, Weather.com und Google Maps
verantwortlich.

DiscoverAmerica.com gibt es zunächst auf Englisch, Deutsch,
Französisch, Spanisch und Japanisch. Weitere Sprachen sollen
aufgeschaltet werden.

Laut Roger Dow ist die Website «ein ideales Beispiel für gelungene
Kooperation zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor», und er
führt aus: «So erhalten auch kleinere Bundesstaaten oder
Nischenprodukte eine Chance, sich der Weltöffentlichkeit auf Augenhöhe
mit den klassischen US-Destinationen zu
präsentieren.»   

JCR