Schweizer, die mit South African Airways (SAA) nach Südafrika fliegen,
wählen meistens die Routen via Deutschland, seit es keinen Direktflug
mehr ab Zürich gibt. Reto Wodiunig, seit
1. März 2008 SAA-Schweiz-Chef: «Einer unserer grossen Vorteile sind die
guten Anschlussflug-Möglichkeiten ab Zürich, Genf, Basel und auch Bern.
Besonders beliebt bei Schweizern ist das Umsteigen in München, weil die
Verbindung ab 30 Minuten garantiert ist, wobei die Umsteigezeit ab der
Schweiz mit rund einer Stunde ideal ist.»
Ab 1. Oktober fliegt SAA neu siebenmal statt wie bisher viermal pro
Woche von München nach Johannesburg. «Neu ist auch, dass es sich
ausschliesslich um Nachtflüge handelt, was gute Verbindungen am Morgen
in Johannesburg mit sich bringt», so Wodiunig. Auch die Strecke
FrankfurtJohannesburg wird ausgebaut: Ab 26. Oktober gibt es pro Woche
zehn statt sieben Flüge ebenfalls alles Nachtflüge. Zum Einsatz
kommen Airbus A340.
Gestrichen wird aber der Flug FrankfurtKapstadt ab 26. Oktober.
Wodiunig: «Wenig Business-Passagiere, fast keine Fracht und höhere
Kosten durch den längeren Flug führten dazu, dass dieser Flug nicht
rentabel war.» Wer nach Kapstadt fliegen kann, hat entweder die
Möglichkeit ZürichLondonKapstadt (täglich) oder dann via
Frankfurt/MünchenJohannesburg zu fliegen. Im Mai 2009 soll dann auch
der Flughafenumbau in Johannesburg fertig sein, was angenehmeres
Umsteigen mit sich bringt.
Auch wenn SAA die Schweiz nicht mehr anfliegt, sei die Zusammenarbeit
mit den TOs weiterhin sehr gut, meint Wodiunig. «Der Rückgang der
Passagierzahlen aus der Schweiz ist weniger stark als erwartet, und wir
liegen über Budget. Die Vorausbuchungen für Herbst sind ebenfalls sehr
gut.» Was geändert hat: Kleinere Veranstalter, für die das Ticketing
früher von SAA direkt gemacht wurde, werden neu durch Intertravel
bedient.
Seit 15. August geniessen Passagiere mit einem
Langstrecken-Business-Class-Ticket auf SAA einen besonderen Service:
Anschlussflüge innerhalb Südafrikas können neu in Full Business
statt in einer ermässigten Business Class eingebucht werden, was höhere
Priorität gibt.
2010 findet in Südafrika die Fussball-WM statt auch für SAA ein
wichtiges Ereignis. «Gruppenanfragen für 2010 kommen noch verhalten.
Wir sind aber für das Grossereignis gerüstet und können bereits jetzt
Verträge mit speziellen Konditionen anbieten», so Reto Wodiunig.
Wodiunig ist in der Schweiz eine «Ein-Mann-Show». «Ich fühle mich bei
SAA sehr wohl, wie in einer Familie. Der Zusammenhalt innerhalb SAA
Europa ist sehr gross, was das Arbeiten sehr angenehm macht.»
