Royal Caribbean Int. lanciert das erste «Smartship» (Ausgabe 2014-36)

Erster Eindruck der neuen Quantum of the Seas von Royal Caribbean Int. auf der Meyer Werft.

Von aussen eine Wucht, im Innern noch eine einzige Baustelle – so der erste Eindruck der neuen Quantum of the Seas, die derzeit auf der Meyer Werft in Papenburg (D) im Endausbau steht. «Rund 2500 Menschen arbeiten momentan auf dem Schiff», sagt Peter Hackmann, Kommunikationsleiter der Werft. In zwei Monaten wird der Neubau der Öffentlichkeit präsentiert, die sich auf einiges gefasst machen kann: «Mit der Quantum of the Seas entwickeln wir eine neue Dimension der Kreuzfahrten», erklärt Richard Fain, Chairman & CEO von Royal Caribbean Cruises, selbstbewusst vor den Medien.

Tatsächlich lassen sich bereits heute auf einem abenteuerlichen Schiffsrundgang die neuen Highlights entdecken, die ohne Zweifel für «Wow»-Effekte sorgen werden: So etwa die achtern auf Deck 16 gelegene erste Skydiving-Anlage auf See, wo man sich dem Gefühl des Fliegens hingeben kann. Oder die (von einer Schweizer Firma hergestellte) North-star-Gondel, die – an einem Tragarm in die Höhe bewegt – luftige Ausblicke aus 90 Metern bietet.

Auch im Innern nehmen spektakuläre Novitäten Form an: Das SeaPlex ist ein beeindruckender Multifunktionsraum, der sowohl als Basketballfeld, Arena für Autoscooters (!) oder abends als Music-Hall-Club genutzt wird. Und besonders stolz ist man bei RCI auf das neuartige Konzept des Two70°, eine achtern über drei Decks angelegte grosszügige Lounge mit Rundumblick aufs Meer, wo dank neuster Technologie verblüffendes multidimensionales Entertainment angesagt ist. «Allein die Entwicklung von Two70° kostet uns mehr als einst die Song of Norway, das erste Schiff von Royal Caribbean», so Fain. 

Mit einer Tonnage von 167800 BRZ ist die Quantum of the Seas das drittgrösste je erbaute Kreuzfahrtschiff (nur die Oasis und Allure of the Seas sind grösser), total haben 4905 Gäste Platz (4180 bei Doppelbelegung). Die Kabinen sind im Schnitt neun Prozent grösser als auf der Oasis-Klasse, und zu reden geben vor allem die Innenkabinen mit virtuellem Balkon (verblüffend «echte» wandhohe Live-Aussenprojektion), die neuen Studio-Kabinen für Single-Reisende oder die riesigen Loft-Suiten. Klassische Essenszeiten oder feste Sitzplätze gibt es nicht mehr: Zur Wahl stehen insgesamt 18 Restaurants, wovon fünf im Preis inbegriffen sind. 

Auch in Sachen Technologie geht die Quantum of the Seas neue Wege: So wird dank entsprechenden Tools das Boarding in nur zehn Minuten möglich, ebenso Gepäck-Tracking in Echtzeit oder eine Bar, an der Roboter die Drinks mixen. Ein markanter Schritt vorwärts bildet die Internet-Geschwindigkeit an Bord, die neue Standards auf See setzt. Der Neubau hat deshalb bereits seinen passenden Übernamen gefasst: «Smartship».

Beat Eichenberger, Papenburg