Kataloge aus Deutschland – Tailormade aus der Schweiz (Ausgabe 2014-48)

TUI Suisse kann auf die Modularprodukte weiterhin Einfluss nehmen – oder ergänzt sie in Eigenregie.

Acht Monate ist es her, seit der Abgang von Matt Huwiler die Struktur von TUI Flextravel auf den Kopf gestellt hat. Inzwischen hat sich die neue Organisation des Modularbereichs unter der Leitung von Thomas Althaus gefestigt, und der erste Katalog steht kurz vor dem Release.

Anhand dieses Katalogs – USA und Kanada – erläutert Althaus die Machart der neuen Modularprodukte. «Wir übernehmen den Katalog 1:1 aus Deutschland, passen aber die vorderen Philosophie-Seiten und die allgemeinen Vertrags- und Reisebedingungen auf die Schweiz an. Ausserdem wird der Katalog mit TUI Flextravel gebrandet.» 

Auch wenn die Kataloge in Hannover produziert werden, gebe es Möglichkeiten zur Einflussnahme. «Wenn ein Produkt im bisherigen deutschen Katalog nicht angeboten wurde, in der Schweiz aber jeweils gut verkauft wird, könnte es nach Absprache mit den deutschen Einkäufern in der neuen Katalogproduktion berücksichtigt werden – so geschehen bei Yukon und Alaska», erklärt Althaus. Oft käme dies aber nicht vor; die Portfolios überschneiden sich bereits zu grossen Teilen.

Die neuen Kataloge würden mehr in die Breite und weniger in die Tiefe gehen, so Althaus. Auf entsprechende Kundenanfrage ist diese Tiefe aber weiterhin gegeben. Denn was im Katalog nicht vorkommt und auch nicht an eine Bettenbank angeschlossen ist, wird vom Schweizer Team direkt bei bestehenden oder neuen Agenten von Flextravel vor Ort angefragt. Karin Bachmann, Senior Manager Product & Trading, ist laufend dabei, die entsprechenden Verträge zu verlängern und erneuern. «Im Markt gab es Befürchtungen, dass unser neues Produkt zu statisch sein könnte. Genau dort, im dynamischen und Tailormade-Bereich, werden wir aber weiterhin ein starkes Angebot haben», sagt Althaus. 

Stefan Jäggi