Swisspeace ist ein praxisorientiertes Forschungsinstitut, das sich mit internationalen Konflikten beschäftigt. Die Friedensstiftung veranstaltet Workshops, stellt Netzwerke zur Verfügung und bietet eine Plattform für Erfahrungsaustausch im Bereich Friedenssicherung. Auch mit Reiseveranstaltern arbeitet das Institut eng zusammen.
Ein wichtiger Partner ist die Globetrotter Group. Diskutiert wird unter anderem die Frage, wie Reisen in politisch instabile Regionen sicher und verantwortungsvoll durchgeführt werden können. Dabei geht es um die Gewährleistung der physischen Sicherheit der Kunden, Mitarbeitenden, Geschäftspartner und auch der lokalen Bevölkerung. Ausserdem ist der Respekt der Menschenrechte ein wichtiges Thema. Konkret wird eine Risikoabschätzung vorgenommen und allfällige Gefahren, aber auch Potenziale analysiert und identifiziert. Anschlies-send werden entsprechende Massnahmen definiert und die Mitarbeitenden ausgebildet sowie sensibilisiert.
Am Swiss Travel Day wurde am Beispiel Angola gezeigt, vor welche Herausforderungen Globetrotter gestellt wird. Es geht darum, einen neutralen und verantwortungsvollen Tour Operator vor Ort zu finden. Auch der Umgang mit den lokalen Behörden und der Polizei, aber auch mit den Dorfbewohnern ist oft nicht einfach.
Doch weshalb bietet Globetrotter Reisen in solche Länder an? Laut Ruedi Bless, CEO von Globetrotter Tours, ist man immer auf der Suche nach spannenden Ländern, die auf dem Weg sind, sich zu erneuern. «Einmal sehen ist besser als tausend Mal hören, und hingehen ist besser als wegschauen», so Bless, «wir sind aber keine Moralisten.» Nicht zu vergessen seien die Unterstützung von lokalen Tour Guides und die Sensibilisierung der lokalen Autoritäten für touristische Möglichkeiten. «Aber selbstverständlich gibt es auch No-Gos, sobald das Leben und die Gesundheit der Reisenden bzw. Mitarbeitenden gefährdet ist», betont Bless.
Nathalie de Regt



