Eineinhalb Monate ist es her, seit sich die Bettenbank Transhotel in den Gläubigerschutz begeben musste. Die Hälfte der dreimonatigen Schonfrist ist damit vorbei. Gemäss Gerüchten in spanischen Medien soll es zwar potentielle Kaufinteressenten geben; allerdings hört man auch, dass 74% der 600 Mitarbeiter bis am 14. Dezember entlassen werden sollen.
Die zwei in der Schweiz angestellten Mitarbeiter haben gemäss Country Manager Hans-Peter Brasser noch keine Kündigung erhalten. Seiner eigener Firma Brasser & Partner wurde das Transhotel-Mandat zwar gekündigt, dies sei aber nicht rechtmässig geschehen, so Brasser.
Das operative Geschäft liegt inzwischen komplett am Boden. Neubuchungen sind nicht möglich, und bestehende Buchungen wurden erledigt. Ab und zu komme es noch vor, dass Kunden mit Vorauszahlung im Hotel nochmals zahlen müssen. In diesem Fall erhalten sie «je nach Tagesliquidität» die Vorauszahlung von Transhotel rückerstattet. Ansonsten bleiben Brasser und sein Team «stand by» und sehen sich nach neuen Mandaten bzw. Stellen um.
SJ



