Das Land der Pharaonen trotzte in den vergangenen vier Jahren den Folgen des Arabischen Frühlings. Unruhen, Proteste und nicht zu vergessen ein landesweiter Streik der Tourismusbranche im Jahr 2012 hielten zahlreiche Touristen von einer Ägyptenreise ab. Inzwischen ist im Wüstenstaat wieder Ruhe eingekehrt, entsprechend gut gebucht sind die Hotels in den Badedestinationen. Vor einigen Wochen verkündete das Ägyptische Fremdenverkehrsamt sogar, die Hotels seien beinahe wieder komplett ausgelastet.
Um sich von der Situation vor Ort ein Bild zu machen, luden das Ägyptische Fremdenverkehrsamt, Orascom Development und Express Travel International (ETI) vergangene Woche rund 122 Branchenprofis sowie 13 Medienvertreter aus der Schweiz nach El Gouna ein. Das Programm beinhaltete nebst Hotelbesichtigungen diverse Freizeitaktivitäten.
Die lokalen Hoteliers sind mit der aktuellen Auslastung durchaus zufrieden. Trotz der schwierigen Vergangenheit ist ein gewisser Optimismus zu spüren, der sich nicht zuletzt in kürzlich realisierten sowie in geplanten Projekten rund um Hurghada widerspiegelt.
Diese Entwicklung gilt derzeit vorwiegend für die Destinationen am Roten Meer, wo etwa 70% des früheren Tourismusgeschäftes wieder hergestellt werden konnten. Im kulturellen Bereich besteht klar noch Handlungsbedarf. Besonders die Region um das Niltal weist nach wie vor einen Rückstand an Besuchern auf. Wie wichtig es ist, den Tourismus auch in diesem Gebiet wieder anzukurbeln, zeigt das Treffen des ägyptischen Tourismusministers Zazou Hisham mit 40 weiteren Tourismus-Experten. An der Zusammenkunft, die zeitgleich mit dem Fam-Trip in Kairo stattfand, wurden neue Strategien für den Winter 2015 besprochen und ausgearbeitet.
Melanie Mooser, Ägypten



