An der diesjährigen Versammlung des deutschen Branchenverbandes in Abu Dhabi wurde bekannt gegeben, dass unsere nördlichen Nachbarn auf klassische Badereiseziele und Fernreisen setzen. Destinationen wie Griechenland, Tunesien, die Kanaren sowie die karibischen Ziele Kuba, Dominikanische Republik und Mexiko verzeichneten die höchsten Zuwachsraten an deutschen Touristen. Norbert Fiebig, der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV) nennt dies ein «fulminantes Comeback» für Griechenland: «Kein anderes Land konnte 2014 mehr zulegen und das bereits zum zweiten Mal in Folge.»
Fiebig stellte zudem die ersten Hochrechnungen der Wirtschaftsergebnisse für das gerade beendete touristische Geschäftsjahr 2013/2014 vor. Demnach ergibt sich für den deutschen Reiseveranstaltermarkt ein Umsatzwachstum von zwei Prozent. Das Kreuzfahrtgeschäft entwickelte sich dabei deutlich über dieser Gesamtmarktwachstumsrate. Die stationären Touristik-Reisebüros werden bis Ende des Kalenderjahres voraussichtlich einen Umsatzzuwachs zwischen einem und zwei Prozent erreichen.
Der Umsatz der Online-Reisebüros liegt in etwa der gleichen Spannbreite und hat sich somit etwas abgeschwächt. «Nach den Rekordwerten in den
vergangenen drei Jahren erzielt damit der Reisebürovertrieb in Deutschland erneut eine Umsatz-Bestmarke in Folge», berichtete der DRV-Präsident auf der 64. Verbandstagung. Besonders erfreulich: Erstmals seit 2004 ist die Anzahl der stationären Reisebüros in Deutschland wieder gestiegen.
Eine weitere Neuigkeit, die an der Versammlung verkündet wurde, ist die Einrichtung einer Ombudsmann-Stelle. «Die Reisebranche stellt sich in Sachen Compliance mit einem eigenen Ombudsmann nun noch besser auf und bietet damit auch gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen einen Mehrwert ihrer DRV-Mitgliedschaft», begründet Fiebig den gefällten Entscheid.
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