Die 20 Business-Class- und 120 Economy-Class-Sitze der A320 sind an diesem Samstag auf dem Flug SU2391 fast vollständig belegt das Geschäft brummt für Aeroflot. Zwei Flüge täglich legt der russische Carrier zwischen Zürich und Moskau auf, einer mittags und einer abends. Auch Genf wird täglich zweimal bedient (im Winter kommen noch zusätzliche Ski-Charter hinzu). «Je ein Drittel des Aufkommens stammt aus der Schweiz, aus Russland und von Transfer-Passagieren», sagt Vladimir Mukhin, Deputy General Manager Schweiz & Liechtenstein von Aeroflot mit Sitz am Flughafen Zürich.
Die Business Class mit ihren breiten Ledersitzen verströmt ein behäbiges Gefühl (Konfiguration 2-2), das Inflight-Entertainment besteht aus individuell abgegebenen Geräten, ein Amenity Kit liegt auf. Das Essen wird auf Geschirr serviert: Zur Wahl stehen Gerichte von renommierten europäischen Köchen, und auch die Getränkeauswahl darf sich sehen lassen.
Tatsache ist: Aeroflot hat sich längst vom einstigen Sowjetcarrier, der grössten Fluggesellschaft der Welt, zu einer modernen, international ausgerichteten Airline gemausert. Seit 1992 ist Aeroflot eine AG, an der der Staat eine knappe Mehrheit hält, und 2006 erfolgte die Aufnahme in die Sky-Team-Allianz. In den letzten Jahren hat Aeroflot einige kleinere russische Airlines übernommen und integriert diese nun in ihre Organisation.
Mit aktuell 152 Maschinen und einem Aufkommen von 17,83 Mio. Passagieren in den ersten neun Monaten des Jahres (+14,3%) ist Aeroflot vor Transaero und S7der grösste russische Carrier.
«Die Flotte von Aeroflot besteht heute mit Ausnahme einiger Kurzstreckenmaschinen des Typs Sukhoi 100 ausschliesslich aus westlichen Fluggeräten», unterstreicht Mukhin.
Auf der Langstrecke kommen Airbus A330 und Boeing 777 zum Einsatz, auf der Mittelstrecke Airbus A319/320/321 sowie Boeing 737. Mit einem Durchschnittsalter von 3,9 Jahren darf sich Aeroflot der jüngsten Flotte Europas rühmen, und von Skytrax wurde der Carrier in diesem Jahr bereits zum dritten Mal als beste Airline Osteuropas ausgezeichnet.
Im Winterflugplan 2014/15 werden 121 Destinationen in 52 Länder bedient, nebst 41 in Russland u.a. deren 46 in Europa, 13 in Asien und 5 in Nordamerika. Neue Ziele sind z.B. Chisinau (Moldawien), Tiflis (Georgien) oder Murmansk und Arkhangelsk in Russland, nach einer Reihe weiterer russischer und internationaler Destinationen wurde die Zahl der Flüge aufgestockt. Über die Tochter-Airlines kommen noch 98 weitere (vor allem russische) Destinationen hinzu.
«Der Hub Moskau Sheremetyevo ist in der Schweiz auch für Flüge nach China, Japan, Thailand oder die Mongolei sehr beliebt nicht zuletzt dank der attraktiven Tarife», sagt Vladimir Mukhin.
Während die Langstreckenmaschinen des Typs A330 eine Zwei-Klassen-Konfiguration aufweisen, sind es bei den Boeing 777 drei Klassen: Economy, Comfort und Business. Der Business-Class-Sitz im «Cocoon»-Stil kann fast vollständig horizontal flach ausgefahren werden. Die neue Comfort-Klasse bietet Vorteile wie z.B. Check-in am Business Counter, zwei Gepäckstücke, grosszügiger Sitz und Business Class-Catering; Internet an Bord ist gegeben. Und: Für Transit-Passagiere bietet Aeroflot ein Comfort+Business-Kombi an, bei dem die Klasse gewechselt wird.



