Zum Jahresstart hat TI die fünf grossen Schweizer Reiseunternehmen zu ihren aktuellen Mitarbeiterzahlen befragt. Vergleiche gestalten sich schwierig; trotzdem scheint es, dass ausser bei der Reorganisation von TUI Suisse kaum mehr Stellen gestrichen wurden.
Globetrotter beschäftigt 274 Mitarbeiter in 235 Vollzeitstellen (Full-time Equivalents, FTE). Davon arbeiten drei Viertel im Vertrieb, der Rest im Backoffice und in der Administration. Damit ist Globetrotter gewachsen: Letztes Jahr waren es noch 260 Mitarbeiter in 228 Vollzeitstellen.
Hotelplan Suisse zählt die über 100 Mitarbeiter von BTA First heuer nicht mehr dazu. Es arbeiten noch 911 Personen (783 FTE) im Unternehmen, was allerdings nur 84 weniger als im Vorjahr sind. 57% arbeiten im Vertrieb, 29% im Tour Operating.
Knecht Reisen konnte erstmals seit einiger Zeit nicht zulegen: 200 Mitarbeitende (145 FTE) sind es gegenüber 205 im Vorjahr. Im Vertrieb sind es 52%, im Tour Operating 34%.
Kuoni Schweiz hat die Zahl der Mitarbeiter von 1289 auf 1443 gesteigert; die Zahlen sind aufgrund einer Strukturveränderung aber nicht vergleichbar. Von den 1065 Vollzeitstellen sind 44% im Retail angesiedelt, 17% im Tour Operating und Direct Sales sowie 28% bei den Spezialisten.
TUI Suisse musste am meisten Federn lassen: 369 statt 399 FTE waren es per Ende 2014, davon 58% im Retail. Grund für die Abgänge ist das Projekt «One TUI Production» und damit verbunden die Zusammenführung der Bereiche Mainstream/Pauschal und Components/Individual.
Für das aktuelle Jahr gehen die befragten Unternehmen von stabilen Mitarbeiterzahlen aus, tun dies allerdings mit Vorbehalt. «Wir sind darin geübt, auch auf kurzfristige Einwirkungen von aussen zeitgerecht und angemessen zu reagieren», kommentiert Hotelplan Suisse diplomatisch. Konkreter tönt es bei Knecht Reisen. «Wir wollen den Personalbestand beibehalten, werden einen Ersatz für Abgänge aber sicher genau prüfen», sagt CEO Marcel Gehring.
SJ



