Die Bemühungen von Brand USA tragen Früchte (Ausgabe 2015-12)

Die USA feiern 2015 das einhundertjährige Bestehen des National Park Service und erzählen «Great American Food Stories».

Vor knapp drei Jahren wurde die Vermarktungsorganisation «Brand USA» ins Leben gerufen. Die Marketinggesellschaft, die für die globale Tourismuspromotion der USA zuständig ist, erhält aufgrund einschlägiger Ergebnisse weiterhin die volle Unterstützung des US-Präsidenten Barack Obama sowie des Repräsentantenhauses und des Senats. Dank der Arbeit von Brand USA konnten die USA nämlich zusätzliche USD 7,5 Mio. erwirtschaften und 53000 neue Arbeitsplätze schaffen. 

Das jüngste Ziel, bis 2021 jährlich 100 Millionen internationale Besucher zu generieren, sollte gemäss Tom Garzilli, Senior Vice President of Global Partner Marketing for Brand USA, zu erreichen sein: «Die Dinge laufen gut für Brand USA. Letztes Jahr haben wir etwas über 70 Millionen Besucher willkommen geheissen und die Besucherzahl nimmt weiterhin jährlich zu.» Von diesen 70 Millionen reisten knapp eine halbe Million aus der Schweiz an. Bereits seit 2011 gab es jährlich mehr als 470000 Einreisen aus der Schweiz, 2014 konnte man sogar ein Besucherplus von 3% verzeichnen. Mit diesen Kennzahlen bleibe die Schweiz einer der Schlüsselmärkte für Brand USA und sei deshalb besonders wichtig, sagt Garzilli. «Wir hoffen, diese Zahl zukünftig auf über eine halbe Million zu steigern.» 

Deswegen würde man mit ausgewählten Partnerfirmen aus ganz Europa und der Schweiz zusammenarbeiten. «Wir promoten einige Dinge spezifisch in der Schweiz, mit lokalen TOs, OTAs und Medienpartnern», so Garzilli. Eine der geplanten Aktionen wird ein Grossleinwand-Film über die amerikanischen National Parks sein. Dieser Film soll den National Park Service, der dieses Jahr sein hundertjähriges Bestehen feiert, ehren und wird voraussichtlich ab Januar 2016 im IMAX-Theater in Luzern zu sehen sein. «Wir werden diesen Anlass nutzen, um auch sonst in der Schweiz und in Europa kräftig die Werbetrommel zu rühren», so Garzilli weiter. 

Von Frühling bis Herbst dieses Jahres werde man auch an der Weltausstellung in Mailand mit der Food Truck Nation vertreten sein: sechs eigens dafür angefertigte Food Trucks, die «American Street Food» servieren. «In erster Linie geht es aber nicht um das Essen selbst, sondern vielmehr um die Geschichte und Herkunft der verschiedenen Gerichte.» Deswegen erscheint parallel dazu im Juli der kulinarische Reiseführer «Great American Food Stories», der Reisenden aus aller Welt in sechs Sprachen die Geschmäcker der einzelnen Regionen der USA näherbringen soll. 

Den Schweizer trifft man in den USA derzeit häufig auf «Off-the-beaten»-Tracks an, aber auch Städte wie New York, Miami und San Francisco stehen hoch im Kurs. Wobei ein Grossteil der Repeater auch weniger bekannte Regionen und Städte bereist. 

Tom Garzilli gibt jedem USA-Reisenden folgenden Rat: «Ich schlage Besuchern vor, einen Mix zu kreieren zwischen den allseits bekannten Sehenswürdigkeiten und neuem, unbekanntem Terrain.» Das Land habe nämlich so viel Unterschiedliches zu bieten. Nur wer so reise, könne die USA als grössere und weitere Erfahrung wahrnehmen. «Nebst den klassischen Destinationen versuchen wir deshalb, auch unbekanntere, aber dennoch kultige Orte zu pushen. Und natürlich soll sich der Besucher auch auf Dinge wie Musik, Entertainment, Restaurants und Shopping konzentrieren – halt eben all die Dinge, für die wir bekannt sind.» 

Melanie Mooser