Geschäftsreisen im Hoch – trotz Franken (Ausgabe 2015-14)

Airplus entwickelt sich positiv und zeigt in ihrer neusten Studie Trends und Erwartungen im Travel Management auf. Erstmals seit Jahren nahm der Business-Class-Anteil wieder leicht zu.

Angesprochen auf das laufende Jahr, äussern sich Schweizer Travel Manager dezidiert: 44% gehen von steigenden Kosten für Geschäftsreisen aus (Vorjahr 34%), trotzdem rechnen 29% mit mehr geschäftlichen Trips. Dies zeigt die neue «Airplus International Travel Management Study 2015», die sich auf eine Umfrage bei Travel-Managern weltweit abstützt. Das Bild wird von Klaus Stapel, Geschäftsführer Airplus Schweiz, bestätigt: «Seit der Frankenaufwertung im Januar konnten wir keine grossen Veränderungen im Buchungsverhalten der Firmen feststellen», so seine Beobachtung.

   

Interessante Auswertungen hat Stapel auch in Bezug auf das Jahr 2014: Während die Ausgaben für Flugtickets um 6% gesunken sind, nahm die Anzahl Tickets um 4,4% zu – Kurz: Es wurde mehr, aber günstiger geflogen. Dass es die Frauen sind, die früher buchen und weniger stornieren als die Männer, somit smarter fliegen, trägt auch zur Schere bei. Bei der Bahn stehen unveränderte Ausgaben einer deutlich gestiegenen Anzahl Tickets gegenüber, während sich die Mietwagen-Buchungen bei deutlich gesteigerten Ausgaben rückläufig entwickelten. Nicht vergleichbar ist auf Grund einer veränderten Bezahlweise (mehr Abwicklungen über die zentrale Fir–
menkarte) die Entwicklung bei den Hotels. 

«Erstmals seit Jahren nahm der Business-Class-Anteil wieder ganz leicht zu», sagt Stapel zur Entwicklung bei den Serviceklassen. In Europa lag dieser Anteil bei 5% (Economy Class 95%), Interkontinental bei 53% (Economy Class 45%, First Class 2%). Die wichtigsten Business-Destinationen ab der Schweiz sind in Europa London, Düsseldorf, Wien, Berlin und Paris, Interkontinental New York, Shanghai, Moskau, Singapur und Hong Kong. 

Die Schweiz ist für Airplus Interna-tional ein wichtiger Markt und nimmt im Länder-Ranking nach dem Heimmarkt Deutschland und weiteren europäischen Ländern den 6. Rang ein. Das Wachstum betrug im letzten Jahr 5%, und Stapel geht mit einem Anteil von rund 44% von einer führenden Stellung im hiesigen Markt aus. Wie Patrick W. Diemer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Airplus Int. ausführt, konnte 2014 das Issuing-Volumen über die ganze Firma (Umsatz) um 7,6% auf 12,7 Mrd. Euro gesteigert werden. Der Umsatzerlös betrug 320 Mio. Euro, das Ergebnis (EBIT) 40,4 Mio. Euro. «Wichtigster Wachstumsmarkt ist China, wo Airplus einen Marktanteil gemessen am BSP von rund 90% hält», zeigt Diemer die globalen Dimensionen des Geschäfts auf. China habe das Potenzial, sich zum grössten Markt für Airplus zu entwickeln. Im 2. Halbjahr 2015 wird sich Airplus übrigens in Deutschland vom Akzeptanzgeschäft für Visa und Mastercard trennen (wird an Wirecard verkauft) und sich so in seinem 25. Jubiläumsjahr ganz auf das Kerngeschäft konzentrieren. 

BE