Wie Reisen die Welt positiv verändern kann (Ausgabe 2015-15)

G Adventures fordert die Reisebranche auf, etwas zur Nachhaltigkeit beizutragen.

Für einige Menschen bedeutet Reisen eine Möglichkeit, ihren Alltagsstress hinter sich zu lassen. Andere wiederum möchten Menschen zusammenführen. Bruce Poon Tip, Gründer des kanadischen Reiseunternehmens G Adventures, möchte mit seinen Reisen die Welt zum Positiven verändern, sagt er.

Auf der diesjährigen ITB in Berlin sprach der dynamische Kanadier über die Zukunft des Tourismus. Hintergrund für diesen Auftritt liefert offenbar das zunehmende Interesse der Menschen, in den Ferien etwas Gutes zu tun und an den Destinationen positive Spuren zu hinterlassen. 

Anhand von verschiedenen Beispielen zeigte Poon Tip auf, wie Reiseveranstalter und Destinationen agieren können, um die Potentiale eines zukünftigen Tourismus, der gleichzeitig Kundeninteressen, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeitserfordernisse in Einklang bringt, auszuschöpfen. 

So motivierte er das Publikum, das vorwiegend aus Reiseberatern bestand, als Leader voranzugehen und sich dementsprechend an einer sozialverantwortlichen Entwicklung zu beteiligen. Leadership bedeute heutzutage, Teil von etwas Grösserem als sich selbst zu sein. 

Dies heisse auch, Kunden mit den nötigen Informationen zu versorgen, damit diese ebenso verantwortliche Entscheidungen in den Ferien treffen würden. «Marketing war bisher eine Einbahnstrasse. Heute ist es eine Zweiwegkommunikation. Konsumenten dürfen Fragen stellen, Bewertungen und Meinungen einholen und können so vielmehr als bisher über ein Thema herausfinden», erklärt Poon Tip. «Es ist eine viel kompliziertere Beziehung. Aber sobald jemand zu einer Marke Vertrauen gefasst hat, ist der Spielraum viel grösser.» 

Daraus könne besonders die Reisebranche einen Vorteil ziehen. Einer der aufregendsten Aspekte der heutigen Geschäftsumgebung – und ein grosses Plus für alle Reiseberater – sei nämlich die Tatsache, dass die Instrumente, mit denen man mit Kunden in Verbindung stehen könne, kostenlos seien. Die Rede ist von Marketing-Tools wie Twitter oder Facebook. 

Wer bei G Adventures bucht, unterstützt ausserdem die hauseigene Nachhaltigkeitsinitiative «Planeterra» mit einer kleinen Spende. Zusätzlich steht jedem Reisenden die Option frei, mit einer zusätzlichen Spende von USD 1 pro Reisetag ein weiteres Projekt nach Wahl zu unterstützen. 

MM