Eigentlich startet morgen Freitag der Verkauf der neuen Apple Watch. In den Läden wird die Uhr allerdings noch nicht verfügbar sein: Aufgrund Online-Vorbestellungen ist sie bereits ausverkauft. Und in der Schweiz wäre es sowieso nicht schon am 24. April losgegangen. Die Reisebranche hat sich schon mächtig ins Zeug gelegt und eine Reihe von Apps für die neue Smartwatch kreiert respektive ihre bestehenden Apps «watch-tauglich» gemacht.
Airlines
Einmal mehr sind die Airlines an vorderster Front dabei, wenn es um technologische Neuerungen geht wobei hier erwähnt werden muss, dass die Apple Watch ja nicht die erste Uhr ihrer Art ist und zahlreiche Airlines bereits zuvor Anwendungen für Konkurrenzprodukte wie die Galaxy Gear von Samsung oder die Pebble Smartwatch lanciert hatten.
Zum Verkaufsstart werden unter anderem British Airways, Air Berlin, Easyjet, Vueling, Emirates, Air Canada, Air New Zealand oder JAL entsprechende Apps anbieten. In ihrer Funktionsweise unterscheiden sie sich nicht stark. Die wichtigste Standard-Anwendung einer Airline-App ist die Anzeige des Boarding Pass, oftmals via Passbook. Ebenfalls in jeder App finden sich Infos zum Flugstatus, Check-in und Gate. Ändert sich etwas davon, wird der Reisende per Vibrationsalarm darauf aufmerksam gemacht.
Einige Apps wie zum Beispiel diejenige von Emirates zeigen auch Informationen zum Gepäckband bei der Ankunft an, andere (z.B. British Airways und Easyjet) bieten einen Countdown bis zum Abflug. Letzteres wird vor allem in Kombination mit der -Beacon-Technologie interessant, die an einigen Flughäfen (z.B. London Heathrow oder Amsterdam) bereits installiert wurde und eine Lokalisierung der Reisenden erlaubt. Die Uhr kann somit feststellen, ob ein Passagier zu spät unterwegs ist, und ihn darauf aufmerksam machen.
Zusätzlich gibt es je nach Airline noch einige nichtflugrelevante Goodies wie beispielsweise eine Wetteranzeige für den Zielort oder einen Fremdwährungs-Umrechner.
Hotels
Mit der Apple Watch wird die «Keyless»-Entwicklung deutlich vorangetrieben. Dass man eine Hoteltüre mit einem QR-Code öffnen kann, wäre natürlich auch via Smartphone möglich, doch Starwood beispielsweise hat mit ihrem breit angelegten Rollout extra auf die Apple Watch gewartet. Bis Ende April wird die Hotelkette über 30000 Zimmer mit der Technologie ausgestattet haben, die sich mit der Starwood Preferred Guest App öffnen lassen.
Noch nicht ganz so weit ist Marriott; mit dieser App wird man aber vorzeitig einchecken sowie vollautomatisch auschecken können, und sie teilt einem mit, wann das Zimmer bereit ist. Marriott wird zudem die Apple-Pay-Funktion aktivieren, was das kontaktlose Übermitteln von Zahlungsdaten beim Einchecken ermöglicht vorerst in einigen US-Hotels.
Mit einer netten Funktion wartet die App der Intercontinental Hotel Group auf: Sie bringt eine Mini-Version ihrer Übersetzungsapp IHG Translate auf die Apple Watch.
Und der Rest
Die «Digital Native»-Firmen lassen die Smartwatch-Entwicklung natürlich ebenfalls nicht aus. Bei Booking.com können spontane Reisende ein nahe gelegenes Hotel mit einer Uhrberührung buchen; Trip Advisor führt den Nutzer mit Richtungsangaben zu den nächsten Sehenswürdigkeiten oder zum Hotel; Expedia stellt die gesamten Reiseinfos auf der App bereit; bei Open Table lässt sich der Restauranttisch buchen und via GPS auch finden; Uber zeigt schon auf dem Startscreen an, wie lange es bis zur Ankunft des Fahrzeugs dauert; und Citymapper zeigt die direkteste ÖV-Verbindung an und lässt die Uhr vibrieren, wenn man aus dem Bus aussteigen muss.



