Immer mehr Schweizer reisen nach Tschechien (Ausgabe 2015-42)

Besonders beliebte Reiseziele sind dabei Prag, Brünn oder Pilsen.

Das im Juni 2015 neu eröffnete Büro von Czech Tourism in Österreich kann bereits mit erfreulichen Zahlen aufwarten. Die neue Direktorin Yvette Polasek, die auch Ansprechpartnerin für die Schweiz ist, konnte an ihrem ersten Auftritt in ihrer neuen Position in der Schweiz einen zweistelligen Zuwachs präsentieren. 

So nächtigten im 2. Quartal 2015 86594 Schweizerinnen und Schweizer in der Tschechischen Republik, was einem Plus von nicht weniger als 18,5% entspricht. Bereits im letzten Jahr stiegen die Einreisen von Schweizern um 5,7%, das heisst real von 87946 auf 92979. Mit der (Wieder-)Eröffnung des Wiener Büros möchte man diesen Trend unterstützen und die Wichtigkeit der Schweiz als Herkunftsland unterstreichen. 

Mit der Berufung der Österreicherin Yvette Polasek zur neuen Direktorin wurde eine Person gewählt, welche die Schweiz bereits von früheren Tätigkeiten kennt. Sie war unter anderem ab 1997 als Pressesprecherin für Schweiz Tourismus in Österreich tätig. «Die Schweizer Gäste entscheiden sich in Tschechien zur Mehrheit für Entdeckungs- und Gesundheitsreisen», so Polasek, «auch der Besuch von Prag gehört bei einer Reise in unser Land auf jeden Fall dazu.» Die tschechische Hauptstadt gilt dank Hipster-Cafés und der belebten Uferpromenade insbesondere auch bei jungen Touristen als «coole» Destination. Aber auch andere Städte mit Geschichte wie Böhmisch Krumau, Kromeriz, Brünn oder Pilsen, die europäische Kulturstadt 2015, sind bei den Schweizern sehr beliebt. Zu den Top Ten der Sehenswürdigkeiten gehört seit letztem Jahr auch die Ausstellung der Brauerei Pilsner Urquell. Im Jahr 2014 zog die Pilsner Brauereitradition 600000 Besucher an. «Viele Touristen möchten das Geheimnis der Braukunst kennenlernen. Deshalb bauen wir langfristig orientierte Lehrpfade und Erlebnistouren aus, die zu den wichtigen industriellen touristischen Zielen werden», erklärt Thomas Raboch, Leiter der Tourismus-Abteilung von Pilsner Urquell. 

Auch die Anbindung von der Schweiz aus lässt nichts zu wünschen übrig. «Dank Direktflügen nach Prag ab Zürich und Genf mit der Swiss sowie ab Basel mit Easyjet sind wir innerhalb von etwas mehr als einer Stunde gut erreichbar», betont Polasek. Mit der City Night Line der SBB dauert die Reise etwas länger, nämlich rund 7 Stunden und 40 Minuten. Und junge Touristen können sich auch für den Fernbus entscheiden. So bietet das in Tschechien gegründete Reiseunternehmen Student Agency täglich eine Verbindung von Genf, Lausanne, Bern, Zürich und St.Gallen nach Pilsen und weiter nach Prag an.

NDR