Buchen ohne Risiko?

Eine Tageszeitung rät, wie trotz verschärfter Massnahmen ohne Risiko gebucht werden kann. Eine kritische, professionelle Betrachtung der Aussagen.
© SHutterstock.com/ImageFlow, Bildmontage: TRAVEL INSIDE

Der «Tages-Anzeiger» gibt in der Ausgabe vom 9. Dezember 2021 seinen Lesenden den Rat, wie man trotz verschärfter Corona-Massnahmen ohne Risiko Ferien bucht.

Die Vorbereitungen für Reisen ins Ausland seien, wegen der Omikron-Mutation, wieder komplizierter geworden, schreibt der Autor Jon Mettler.

Als Erstes solle man sich die Frage stellen, ob die Reise überhaupt notwendig ist. «Buchungen sollten im Moment mit allergrösster Zurückhaltung gemacht werden», wird die Mobiliar zitiert. Natürlich ist es dem Lesenden selbst überlassen, wie er diesen Rat interpretiert und umsetzt.

Der Autor empfiehlt zudem, die Reise im Reisebüro zu buchen. Wie so oft wird auch in diesem Artikel die Begrifflichkeit zwischen Reisebüro und Reiseveranstalter völlig unklar dargestellt. Mit einer Buchung bei einem Reiseveranstalter erwerbe man eine Pauschalreise, womit das Reisebüro verpflichtet sei, die Kundin oder den Kunden zu entschädigen, sollte die Reise wegen der aktuellen Situation nicht stattfinden können. In dieser Form nützt der Rat dem Konsumenten herzlich wenig.

Geraten wird in dem Artikel zu dem, Annullierungs- und Reisezwischenfallversicherungen abzuschliessen. Es wird dabei aber auch erwähnt, dass einzelne Versicherer die Bedingungen während der Pandemie angepasst haben und Ereignisse in Zusammenhang mit Covid-19 ausschliessen. Hier lohnt sich tatsächlich die Beratung eines Reisebüros in Anspruch zu nehmen.

Abschliessend wurden noch die Covid-Zusatzpakete der Reiseveranstalter TUI Suisse (im Pauschalpreis inbegriffen) und Hotelplan und deren Kosten erwähnt.

Fazit: Sehr viel mehr, ausser die Versicherungsbedingungen genau zu lesen, erfährt der Konsument nicht und ganz ohne Risiko kann heute keine Reise gebucht werden.

(Hans-Peter Brasser)