
Ein Dominostein nach dem andern fällt: Anfang Januar mussten die 2016 von Genting übernommenen deutschen MV Werften einen Insolvenzantrag stellen. Nur wenige Tage später sah sich der Mutterkonzern Genting Hong Kong gezwungen, ebenfalls die Reissleine zu ziehen und Insolvenz zu beantragen.
Die Tochter-Reederei Crystal Cruises stellte in der Folge ihren Betrieb ein – vorübergehend, wie vermeldet wurde. (Link TI 20.01.22). Jetzt hat Dream Cruises, eine weitere Genting-Reederei, auf Bermuda Insolvenz angemeldet.
Dream Cruises wurde 2015 von Genting gegründet. Der Konzern war damals bereits mit ihrer ersten Cruise-Marke Star Cruises führender Anbieter im asiatischen Markt und hatte im selben Jahr auch die internationale Luxusreederei Crystal Cruises übernommen.
Dream Cruises startete ihren Betrieb 2016 mit einem ersten Neubau, der Genting Dream, auf die ein Jahr später die World Dream folgte. Beide 150’000 BRZ-Megaliner waren auf den boomenden asiatischen Markt ausgerichtet und führten vor allem Kreuzfahrten aus Hong Kong und Singapore aus. 2019 stiess noch ein drittes Schiff, die Explorer Dream (ex-Superstar Virgo von Star Cruises) zur Flotte.
Auf den MV Werften sollte die nächste Generation von Dream-Schiffen entstehen: Bereits weit fortgeschritten ist der Bau der Global Dream, ein 210’000 BRZ-Gigaliner mit einer Kapazität von 9500 Passagieren. Wie es mit diesem halb fertigen Neubau nun weitergehen soll, ist unklar. Ebenso ungewiss ist die Zukunft der dritten Genting-Reederei Star Cruises, die eine Flotte von vier Schiffen betreibt.
Beat Eichenberger








