Die Angst vor teureren Ferien geht um

Wird wegen dem Krieg in der Ukraine das Reisen teurer oder werden jetzt weniger Menschen verreisen?
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Ein Artikel im «Tages Anzeiger« vom 24.3.22 beantwortet Fragen zu den steigenden Energiekosten und deren Folgen für die Ferienbudgets der Reisenden. Schliesslich erreichen auch die Reisebüros laufend Meldungen von entweder generellen Flugpreiserhöhungen oder Treibstoffzuschlägen, wie beispielsweise von Air France/KLM/Delta für alle Langstreckenflüge, von der LH Group für den Nordatlantik, von Air Europa und Emirates.

Veranstalter werden nicht ‘nachbelasten’

Wie Hotelplan und auch TUI bekannt gaben, werden auf bestehenden Buchungen mit bereits ausgestellten Flugtickets keine Nachbelastungen in Rechnung gestellt. Dies obwohl es gemäss Pauschalreisegesetz, sofern dies in den Allgemeinen Vertrags- und Reisebedingungen (AVRB) vermerkt ist, grundsätzlich möglich wäre.

Leistungen generell teurer

Wegen des massiven Einbruchs aufgrund der Corona-Pandemie ist das Preisniveau für Reiseleistungen wie Hotels, Transfers, Mietwagen etc. generell gestiegen. Ein weiterer Preisanstieg sei aber nicht zu erwarten, erklärt beispielsweise TUI Suisse.

Da aber, trotz des Konflikts in der Ukraine, eine starke Nachfrage für den Sommer und für die Herbstferien erwartet wird, könne es an verschiedenen Destinationen, wie z.B. Griechenland und Spanien zu Kapazitätsengpässen kommen, was sich wiederum auf die dynamische, von Nachfrage und Angebot gesteuerte Preisentwicklung auswirken wird.

Noch kein Nachfrageeinbruch

Der Nachholbedarf nach den Corona-Jahren und die Nachfrage seien trotz des Krieges in der Ukraine immer noch ungebrochen hoch, erläutern sowohl TUI Suisse als auch DER Touristik Suisse. Sie hätten ihre Flugkapazitäten für die Sommer- und Herbstsaison entsprechend aufgestockt. Auch sei noch keine Verschiebung vom östlichen Richtung westliches Mittelmeer erkennbar.

Griechenland und die Südtürkei sind nach wie vor beliebt. Gerade für letztere Destination erwarten die Veranstalter wegen des Ausbleibens von Touristen aus Russland und der Ukraine für den Sommer zusätzliche Unterkunftskapazitäten.

Früh und flexibel buchen

Unisono empfehlen die Veranstalter früh zu buchen. Gerade Mietwagen generell und  Camper in Nordamerika seien knapp und teuer, da die Anbieter die massiven Flottenreduktionen während der Pandemie wegen weltweiter Versorgungsengpässe noch nicht wieder kompensieren konnten. Steigende Treibstoffkosten werden sich im Falle nicht im Voraus gesicherter Flugkapazitäten dynamisch auf die Preise auswirken.

Gleichzeitig wird im Artikel empfohlen, die wegen der Corona-Pandemie von den Veranstaltern eingeführten und noch immer erhältlichen Arrangements mit flexiblen Annullationsbedingungen zu buchen. (BRA)