Hotelplan verschafft Migros mehr Gewinn

Das verbesserte operative Ergebnis von Hotelplan belastet Migros weniger.
Fabrice Zumbrunnen, Präsident der Generaldirektion MGB ©MGB/FCM

Der Teilbereich Handels- und Industriegeschäft der Migros-Gruppe schliesst die Jahresrechnung 2021 mit einem operativen Ertrag (EBIT) von CHF 571 Mio. ab. Dies ist zwar gegenüber 2020 massiv weniger, weil dieser realisierte Gewinne aus der Portfoliobereinigung durch den Verkauf von Globus und des Geschäftsbetriebs des Einkaufszentrum Glatt enthielt.

Weniger Verlust gleich mehr Gewinn

Unter Berücksichtigung dieser Portfoliobereinigung kann die Migros-Gruppe das operative Ergebnis sogar um CHF 130 Mio. (+32,5%) steigern und diese Steigerung kam vor allem dank Hotelplan zustande.

Obwohl das Segment ‘Reisen’ und dementsprechend die Hotelplan Group auch 2021 wegen der Corona-Pandemie einen weiteren Umsatzeinbruch von rund CHF 125 Mio. (touristisches Geschäftsjahr Nov. 20 – Okt. 21) bzw. CHF 107 Mio. (Migros-Gruppe Geschäftsjahr Jan. – Dez. 21) hinnehmen musste, konnte das operative Ergebnis um 64,5% verbessert werden.

Der Verlust in 2021 betrug ‘nur’ CHF 41 Mio. gegenüber CHF 117 Mio. in 2020. Diese Verlustminderung von CHF 76 Mio. wurde durch grosse Sparanstrengungen, unter anderem durch einen massiven Personalabbau von gegen 400 Stellen erreicht und ist für mehr als die Hälfte des gesteigerten operativen Ergebnis der Migros-Gruppe verantwortlich.

Auf Budgetkurs

Für das Geschäftsjahr 2021/22 sei die Hotelplan Group auf Budgetkurs und rechne mit einem deutlich besseren EBIT gegenüber 2021 mit schwarzen Zahlen, erklärte Fabrice Zumbrunnen, Präsident der Generaldirektion MGB.

Hans-Peter Brasser