
Auf der griechischen Insel Rhodos toben mehrere Waldbrände, es herrschen Temperaturen um die 40 Grad. Starke Winde erschweren die Löscharbeiten, eine Entspannung ist nicht in Sicht.
Die beste Nachricht ist: Es gibt bislang keine Todesopfer zu beklagen. Es gibt sechs Verletzte, etwa 19’000 Menschen wurden mit Bussen und Booten an andere Orte auf der Insel gebracht.
Aktuell liegt für Rhodos keine offizielle Reisewarnung seitens der zuständigen Schweizer Behörden vor und der Flughafen von Rhodos ist in Betrieb. Daher hält beispielsweise Swiss ihren regulären Flugbetrieb von und nach Rhodos aufrecht.
«Wir beobachten die Lage vor Ort jedoch genau, stehen im Austausch mit den zuständigen Behörden und können im Bedarfsfall schnell reagieren. Die Sicherheit unserer Fluggäste und unserer Mitarbeiter*innen hat höchste Priorität», erklärt Swiss-Mediensprecherin Meike Fuhlrott gegenüber TRAVEL INSIDE.
Ab Zürich bietet Swiss keine Flüge nach Rhodos an. Von Genf aus bedient Swiss Rhodos zweimal die Woche, donnerstags und sonntags. Der für gestern geplante Flug LX2346 von Genf nach Rhodos sei planmässig durchgeführt worden. Das gilt auch für den Rückflug LX2347. Der nächste Flug von Genf nach Rhodos ist für Donnerstag, den 27. Juli geplant.
Das sagen Schweizer Reiseveranstalter
Unter den evakuierten Gäste befinden sich auch Reisende aus der Schweiz. «Für Kundinnen und Kunden die am Wochenende auf Rhodos waren und nun früher zurück in die Schweiz reisen wollten, konnten wir kostenlose Rückflüge organisieren. Einige der Rückflüge finden via Kos oder Kreta statt», erklärt Bianca Gähweiler, Head of Media Relations Hotelplan, gegenüber TRAVEL INSIDE.
«Kundinnen und Kunden, deren Abreise nach Rhodos bis und mit Freitag ansteht egal wohin auf Rhodos, können ihre Reise kostenlos annullieren oder umbuchen. Für Reisen nach Rhodos ab Samstag werden wir die Lage am Donnerstag neu beurteilen», so Gähweiler weiter.
Alle Hotelplan-Kunden, deren Abreise bis morgen Dienstag wäre, wurden über Lage in Rhodos persönlich informiert. «Bis auf wenige Kunden haben alle ihre Reise nach Rhodos annulliert. Kunden deren Abreise nach Rhodos am Mittwoch wäre, werden wir nun heute kontaktieren und ihnen die Möglichkeit der Annullation oder Umbuchung anbieten.»
«Bei den Waldbränden auf Korfu haben wir keine Kundinnen oder Kunden, die – Stand jetzt – davon betroffen sind. Die Reisen können wie geplant stattfinden. Sollte jemand die Reise trotzdem annullieren wollen, gelten die regulären Annullationsbedingungen von Hotelplan Suisse», fügt Gähweiler an.
TUI Suisse dagegen ging noch einen Schritt weiter: «Aufgrund der unbeständigen und schwierigen Situation im südöstlichen Teil von Rhodos und in Anbetracht der Auswirkungen auf die lokalen Gemeinden, die von Evakuierungen betroffen sind, hat TUI beschlossen, alle Flüge und gebuchten Reisen nach Rhodos für Abflüge bis einschliesslich Dienstag, 25. Juli, zu stornieren. Kunden mit Ankünften am Mittwoch, 24. Juli, können kostenlos umbuchen oder stornieren», erklärt TUI Suisse-Mediensprecherin Sonja Ptassek auf Anfrage von TRAVEL INSIDE.
Bei TUI Suisse seien einige hundert Gäste von der Situation auf Rhodos betroffen. «Sie sind an unterschiedlichen Orten untergebracht und stehen in Kontakt mit unseren Repräsentanten vor Ort», so Ptassek.
Kuoni & Helvetic Tours zählen aktuell ein paar Dutzend Gäste auf Rhodos, die wohlauf sein. «Wir schauen uns hier einzeln an, wie wir die Kundinnen und Kunden vor Ort unterstützen können – etwa mit Ersatzunterkünften oder vorzeitigen Rückreisen, sofern die Flugverfügbarkeiten das zulassen», sagt Markus Flick, Pressesprecher DER Touristik Suisse zu TRAVEL INSIDE.
«Gäste, die zwischen dem vergangenen Wochenende und nächsten Sonntag nach Rhodos reisen wollten, können kostenfrei zurücktreten oder wir bemühen uns, eine Alternative auszuarbeiten. Wichtig ist uns, unseren Gästen unkompliziert Unterstützung zu leisten», so Flick.
«Kuoni, Helvetic Tours und ITS Coop haben für ihre Gäste einen Edelweiss-Zusatzflug in der kommenden Nacht von Rhodos nach Zürich arrangiert. Wir verrechnen diese Kosten nicht weiter. Priorität haben natürlich die am stärksten betroffenen Gäste. Wir arbeiten jetzt daran, diese zu erreichen und über das Angebot zu informieren», führt er weiter fort.
Yannick Suter








