
Die CEO von Hotelplan Suisse, Nicole Pfammatter, spricht von einem sehr guten Geschäftsjahr für 2022/23 (per Ende Oktober). Die Reiselust der Hotelplan-Kundschaft liege wieder auf dem Niveau von 2019, das abgelaufene Geschäftsjahr schliesse wieder auf Vor-Pandemie-Niveau ab. Konkrete Zahlen würden allerdings erst im Jahresbericht der Hotelplan Group Ende Januar 2024 publiziert.
«Insbesondere der Nachholbedarf nach Badeferien war gar noch grösser als im Vorjahr. Das laufende Geschäftsjahr 2023/24 ist den Erwartungen entsprechend gut angelaufen», sagt Pfammatter.
Neuer Travelhouse Flagship Store am Zürcher Bellevue
Zur Medienorientierung lud sie in den neuen Flagship Store von Travelhouse ein, der sich – ähnlich wie bereits vis-à-vis die Kuoni-Filiale – an absolut zentraler Lage am Zürcher Bellevue (Limmatquai 4) liegt. Diese Filiale wird komplett neu designt – eine Art von Flaschengrün und Travelhouse-Weinrot – und soll drei bis vier Arbeitsplätze umfassen. Der Umbau soll auch bei den weiteren Travel-Boutiquen erfolgen, konkret geplant ist es aktuell jedoch noch nicht.
Das noch leicht tiefere Interesse nach Individualreisen mit den Marken Travelhouse, mit Chef ist Sebastian Kickmaier, und Tourisme Pour Tous (TPT), unter der Leitung von Modestino Capolupo, konnte mit dem Badeferien-Boom bei Migros Ferien und Hotelplan, welcher von Frühling bis in den Herbst dauerte, wett gemacht werden.
Interessant ist dabei, dass die B2C-Marke Migros Ferien (99% direkt), seit der Pandemie in der TO-Volumen-Abteilung von Victoria Studer enorm zugelegt hat. Inzwischen dürfte Migros Ferien mehr als die Hälfte des Hotelplan Umsatzes erreicht haben. Die Kreuzfahrten haben das 2019-Niveau erreicht und beim Ticketxpress – dem Flight Broker von Hotelplan – läuft es deutlich besser als noch im 2022.
Die beliebtesten Badeferiendestinationen in den vergangenen zwölf Monaten waren Spanien, Griechenland und Ägypten, gefolgt von der Türkei und Zypern. Im Individualreisen-Bereich lag die USA vor Kanada, Thailand, Grossbritannien sowie Finnland.
Optimistisch blickt Hotelplan Suisse auf die kommende Wintersaison: Die Buchungen liegen auf dem erwarteten Niveau. Die meisten Kund*innen würden sich in den kommenden Wintermonaten eine Badeferien-Auszeit in Ägypten, Spanien, auf den Malediven, Thailand oder der Dominikanischen Republik gönnen. Bei Ägypten sei die Lage begreiflicherweise aufgrund der Nahost-Krise unter ständiger Beobachtung, man spüre eine leichte Zurückhaltung bei Neubuchungen.
Im Individualreisen-Bereich seien Finnland, Thailand, die USA, Australien oder Costa Rica gefragt. «Dass Australien wieder unter den Top 5 Destinationen für Winterferien ist, freut uns sehr. Das Land hat als Reisedestination in den letzten Jahren gelitten und die Buchungen für Ferien in Down Under sind nach der Pandemie zu Beginn nur zögerlich eingetroffen«, so Nicole Pfammatter.
Bahnreisen je länger je beliebter
Die seit rund eineinhalb Jahren angebotenen Zugpauschalreisen mit der Marke Migros Ferien würden sich auch in den vergangenen Monaten grosser Beliebtheit erfreuen. «Auffallend ist, dass bei rund 60% aller Buchungen die hauptbuchende Person weiblich ist. Das Buchungsvolumen wächst stetig. Deshalb werden wir auch in diesem Geschäftsjahr weiterhin auf Zugreisen setzen», sagt Nicole Pfammatter.
Die beliebtesten Ziele für Städtereisen mit dem Zug sind derzeit Paris, Wien und Amsterdam. 15% aller Zugpauschalreisen erfolgen in Nachtzügen. (TI)








