Die norwegische Teilgesellschaft der skandinavischen Airline SAS, SAS Norge, hat eine neue Feriendivision kreiert. Bei der gestern in Oslo vorgestellten «SAS Leisure» handelt es sich nicht um eine Tochtergesellschaft, sondern eine Geschäftseinheit von SAS Norge mit eigenen Mitarbeitenden, welche unter den bisherigen Mitarbeitenden rekrutiert wurden.
In «SAS Leisure» werden acht Boeing B-737 der aktuellen Flotte mitsamt Mannschaft überführt. Angeboten werden mit diesen Maschinen massgeschneiderte Flüge ab diversen norwegischen Airports nach 16 neuen Destinationen in Südeuropa und auf den Kanarischen Inseln. Beim Preisniveau will man sich den Low-Cost-Konkurrenten Norwegian, Stirling und Ryanair annähern.
SAS Danmark und SAS Sverige versuchten 2003 mit Snowflake die Lancierung einer eigenen Low-Cost-Tochtergesellschaft; das Experiment wurde aber bereits ein Jahr später wieder begraben. Es handelt sich bei SAS Leisure also nicht um eine neue Snowflake, sondern um ein neues Geschäftsmodell der SAS, welches nun in Norwegen ausprobiert wird. Die Bemalung der B-737 wird nicht verändert.
Im heissen nordischen Konkurrenzkampf um sonnenhungrige Kunden hat zumindest Norwegian sofort reagiert: Nur zwei Stunden nach der SAS-Pressekonferenz wurden 100’000 Tickets zum Tiefpreis von 199 Kronen (ca. 40 Franken) angeboten, sowie die 128. Destination angekündigt. Die Konsumenten wird’s freuen.
