Eine allgemeine innerafrikanische Liberalisierung des Flugverkehrs hat die Vereinigung der afrikanischen Verkehrsminister unlängst entschieden. Doch die so genannte “Yamoussoukro Decision” (YD) geht einerseits vielen Ländern zu weit, andererseits verfügt die mit der YD-Umsetzung vertraute African Civil Aviation Commission (AFCAC) finanziell und personell über ungenügende Mittel.
Laut John Morrison (CEO der AASA) ist es wahrscheinlicher, dass Gruppierungen einzelner Staaten mit weitgehenden bilateralen Geschäftsbeziehungen die Flugräume untereinander liberalisieren. Auch Christian Folly-Kossi von der African Airlines Association (AFRAA) will zunächst intrakontinentale Open-Sky-Zonen sehen – dies, um die Konkurrenz durch nicht-afrikanische Carrier einzudämmen, und um die afrikanischen Airlines zu stärken. Zudem sollen mehr Partnerschaften – wie beispielsweise zwischen KLM und Kenya Airways – geschlossen werden.
In den letzten 30 Jahren sind zahlreiche afrikanische Staats-Airlines untergegangen.
