Travelcoup kauft Private Jet-Airline

Die Gründer von Travelcoup, Niclas Seitz und Karsten Guettler, übernehmen die Private Jet Airline Arcus Air.
Niclas Seitz, CEO Travelcoup ©TRAVEL INSIDE

Vor rund einem Jahr erhielt Travelcoup, der Anbieter von Flügen im Semi Private Jet, seine erste ERJ145 und vor zwei Monaten stiess zusätzlich eine ERJ135 hinzu. Nun expandiert das junge Unternehmen weiter und gibt die Übernahme der Private Jet Airline Arcus Air bekannt.

Kapazitäts-Ausbau im Charter-Geschäft

Damit wird das Geschäftsmodell um Fluglösungen im Passagier- und Frachttransport erweitert, die bei Arcus seit über 50 Jahren in der europäischen Privatluftfahrt existieren.

Neben der Erweiterung um eine neue Geschäftseinheit ist das Ziel der Übernahme die Steuerungsoptimierung der betrieblichen Abläufe und die Sicherstellung einer konstant hohen Servicequalität. Neben den regelmässigen Flügen im Semi-Privatjet verstärkt Travelcoup damit seine Kapazitäten im Charter-Geschäft.

Travelcoup Gründer & CEO Niclas Seitz kommentiert: «Durch die vertikale Integration in das bestehende Unternehmen entsteht eine enge Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Arcus Team. Das gebündelte Know-How ermöglicht uns, betriebliche Abläufe des Semi-Privatjet Konzepts zu optimieren und uns breiter aufzustellen. Die Arcus Flotte ist eine optimale Ergänzung für Travelcoup und die Übernahme bietet auch für die Zukunft weitere spannende Möglichkeiten, unser Geschäftsmodell breiter aufzustellen.

Mit Arcus möchten wir das Embraer-Powerhouse schaffen und der go-to-place für Business-Jet-Owner sein. Durch Transparenz und die Einbindung sämtlicher digitaler Möglichkeiten und Services können Flugzeugbesitzer jederzeit die Parameter ihres Flugzeugs verfolgen. Dabei sind Sicherheit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Komfort unsere obersten Prioritäten im ad hoc Charter.»

Seit mehr als 50 Jahren in der Privatluftfahrt

Arcus Air ist seit seiner Gründung im Jahr 1973 in der Privatluftfahrt tätig. Mit Hauptsitz im
rheinland-pfälzischen Zweibrücken und dem Flugbetrieb in Deutschland operiert das
Unternehmen unter dem Luftverkehrsbetreiberzeugnis des deutschen Luftfahrtbundesamtes.

Aktuell umfasst die Arcus Flotte acht Flugzeuge, darunter sechs Embraer Phenom 100 und zwei Embraer Phenom 300. Die Flotte hat keine feste Heimatbasis, sondern agiert als Floating Fleet. Die Zusammenarbeit ermöglicht eine ganzjährig hervorragende Konnektivität auf den wichtigsten Routen und Hotspots des europäischen Marktes und es kann schnell auf Kundenbedürfnisse reagiert werden.

Alejandro Tapia Haarmann, der weiterhin die Position des Geschäftsführers und Accountable Managers von Arcus Air begleitet, blickt gespannt in die Zukunft: «Einerseits bietet uns die Übernahme den Neuzugang von drei grossen Embraer Flugzeugen und die daraus resultierende Stärkung der engen und langjährigen Partnerschaft mit Embraer.

Andererseits ist es eine grossartige neue Plattform mit Zugang zu bestehenden und potenziellen neuen Kunden. Wachstum ist Teil der Arcus-DNA und wir arbeiten kontinuierlich daran, die Art und Weise wie wir Dinge tun zu überdenken und wie wir uns verbessern können. Unser Blick ist dabei, im wahrsten Sinne des Wortes, immer auf den Horizont gerichtet.» (TI)