
Bislang kommunizierte die Migros stets, dass man das konzerneigene Reiseunternehmen Hotelplan Group im Zuge der Restrukturierung – zusammen mit anderen Migros-Brands – als Ganzes veräussern möchte.
Der Präsident der Generaldirektion gab sich im Februar zuversichtlich, dies zu können, schloss aber gleichzeitig einen Teilverkauf nicht aus.
Der «Blick» spekuliert jetzt, dass man offenbar nun den Einzelverkauf der Hotelplan-Tochter Interhome prüfe. Das deutsche Portal Hometogo mit Sitz in Luxemburg habe gemäss der Wirtschaftsredaktion des «Blick» konkrete Absichten, sich Interhome, eine der führenden Ferienhausportale, mittels eines Auktionsverfahrens unter den Nagel zu reissen. Dies käme dann einer Giganten Fusion unter den Ferienhaus- und Wohnungsanbietern gleich.
Bei den rund 2500 Hotelplan Angestellten brodelt es schon länger, die Unsicherheit ist deutlich spürbar, wenngleich sich niemand öffentlich darüber äussern will. Für die meisten Insider der Branche war indes von Anfang klar, dass ein Teilverkauf wohl die grösste Chance für Hotelplan sei.
Migros wiegelt den Vorwurf der «Kehrtwende» ab
«Blick» zitiert nun eine Migros-Sprecherin die aussagt, es sei keine Kehrtwende, vielmehr halte die Migros an ihrer Strategie fest. Der Verkaufsprozess laufe gut und es seien mehrere potenzielle Käufer involviert – «auch solche, die die ganze Hotelplan-Gruppe kaufen wollen». Der Verkaufsprozess sei auch zeitlich «auf Kurs».
Es ist bereits schon länger davon auszugehen, dass die Migros wie ursprünglich angekündigt den Verkaufsprozess bis Ende Jahr abschliessen wird.
Auch Hometogo selbst bestätigt die Kaufabsicht, erklärt aber, dass es «nur» um die Interhome Group gehe, denn ein Zusammenschluss der beiden grössten Portale würde eine Dimension im Ferienhaus- und Wohnungsmarkt annehmen, welche auch Wettbewerbskommissionen zwingend auf den Plan rufen würde. (TI)








